Lokalrunde:Offenes Haus, offene Flaschen

FRITZROY Adina Hotel München

Langustinen mit Aussicht auf der offenen Etage des Fitzroy.

(Foto: Annette Sandner)

Ein australisches Restaurant startet, und am Samstag kann man weinselig werden

Von Franz Kotteder

Das Interesse an Australien ist gerade deutlich größer als noch von ein paar Wochen. Es geht da um zwölf U-Boote, die von Australien jetzt doch nicht in Frankreich, sondern in den USA gekauft werden. Für diese Kolumne ist allerdings nicht so maßgeblich, was unter dem Meeresspiegel abläuft, sondern mehr das, was im 14. Stock geschieht. Zugegeben, diese Überleitung ist gewagt. Aber im Werksviertel eröffnet die australische Hotelkette Adina gerade ihr erstes Haus in Deutschland, im höchsten Gebäude, nämlich im Werk 4, und dazu gehört auch ein australisches Restaurant. Fitzroy nennt es sich, es ist benannt nach einem bekannten Ausgeh- und Künstlerviertel von Melbourne, und es hat auf seiner Karte das stehen, was man "modern australian fine dining" oder, weil wir alle ja immer weniger Zeit haben, verkürzt "Mod Oz" nennt. Sie ist sowohl von der europäischen als auch von der asiatischen Küchentradition beeinflusst, und Küchenchef Florian Stall setzt sie fürs Fitzroy um. Dabei kommen so schöne Dinge heraus wie Langustinen mit Koriander, Karottenstroh und Thaispargel, gebeizter Lachs mit Yuzu-Crême-fraîche, Shiso-Öl, Senfsaat, Gurke und Granny-Smith-Apfel oder diverse Dumplings und Gyozas (die Hauptgerichte kosten zwischen 25 und 45 Euro, Flaschenweine zwischen 36 und 345 Euro). Oben im 14. Stock hat man einen fantastischen Ausblick auf die Innenstadt oder, falls die Wolken es zulassen, bis zu den Alpen, an die 120 Gäste haben Platz auf der offenen Restaurant-Etage. Drinnen ist Platz für 88 Gäste. Die Bar mit so klangvollen Drinks wie "Cheeky Bikini" oder "Truffle Martini" leitet der Barkeeper Meron Engelberg. Eröffnet wird der Neuzugang fürs Werksviertel in zwei Wochen (Fitzroy, Atelierstraße 22 im Werksviertel, Eröffnung am 7. Oktober, dann montags bis freitags 11.30-1 Uhr und samstags/sonntags 12-2 Uhr, www.fitzroy-munich.com).

Es ist immer schön, etwas Neues kennenzulernen. Muss ja nicht gleich die Küche Australiens sein, man kann es auch einfach mal mit deutschem Wein versuchen. Gelegenheit dazu gibt es an diesem Samstag, da findet nämlich der Tag des offenen Weins statt. Was klingt wie ein Kalauer, ist eine durchaus hübsche Idee: Man kann für fünf Euro drei verschiedene Weine kosten, und das in verschiedenen Weinhandlungen, Vinotheken und Weinbars. In diesem Jahr sind die Stadtteile Schwabing-West, Maxvorstadt, Neuhausen-Nymphenburg, Altstadt-Lehel und Ludwigsvorstadt beteiligt, insgesamt 13 verschiedene Weinhändler bieten den Aktionspreis an. Auf der Webseite www.weinentdecker-werden.de findet man sämtliche Teilnehmer (Tag des offenen Weins, Samstag, 25. September, 14-18 Uhr, Programm unter www.weinentdecker-werden.de).

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