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Ausstellungen und Konzerte:Herunterfahren

In der Kulturszene sind die Corona-Maßnahmen spürbar

Die Freunde der Pinakothek der Moderne haben die beliebte Pin-Party abgesagt. Das hat Dorothee Wahl, Vorsitzende von Pin, bestätigt. Stattfinden wird jedoch die Auktion, die mit Hilfe von Ketterer Kunst online erfolgt. Bei dieser Kunstversteigerung, bei der hochrangige Werke unter anderem von Georg Baselitz und Neo Rauch zum Aufruf kommen, wurde in den zurückliegenden Jahren jeweils bis zu einer Million Euro eingenommen. Damit unterstützt der Verein die Pinakothek der Moderne mit ihren vier Häusern sowie das Museum Brandhorst. Ohne diese Unterstützung wären schon in normalen Zeiten die meisten Ankäufe, zahlreiche Vermittlungsprogramme sowie viele Ausstellungsprojekte in der Pinakothek der Moderne nicht möglich. Vor dem Hintergrund des verhängten Ausgabenstopps auf Grund der Corona-Pandemie, ist diese Finanzspritze wichtiger denn je. Deshalb setzen die Pin-Freunde nun alles daran (www.pin-freunde.de/pin-party/pin-auktion-2020), dass die Auktion zu einem Erfolg wird.

Die Bayerische Staatsoper gab bekannt, dass die Anzahl der Karten für "Macbeth" am 29. Oktober und "Madama Butterfly" am 30. Oktober auf 50 Plätze reduziert werden. Der Live-Stream von Walter Braunfels' Oper "Die Vögel" in der Inszenierung von Frank Castorf wird vorgezogen und beginnt schon mit der Premiere am Samstag, 31. Oktober, um 18 Uhr auf Staatsoper.tv. In Augsburg wird die für Samstag, 31. Oktober, geplante Ballett-Uraufführung von Ricardo Fernandos Choreografie "Winterreise" nicht im Martini-Park, sondern nur als Live-Stream stattfinden, wie das Staatstheater Augsburg mitteilte.

Ebenfalls am Mittwoch gaben Eulenspiegel Concerts, Vereinsheim, Lach- und Schießgesellschaft sowie Lustspielhaus bekannt, dass sie den November über geschlossen bleiben müssen. Auch die geplanten Eulenspiegel-Concerts-Veranstaltungen im Theater LEO17 in der Leopoldstraße 17 werden nicht stattfinden. Die private Jazz-Bar Vogler wird demnächst ebenso bis auf weiteres schließen wie das Gop-Theater, das aufgrund der Corona-Maßnahmen den Spielbetrieb bereits am 26. Oktober vorläufig eingestellt hat.

© SZ vom 29.10.2020 / lyn

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