Wie ein Toaster funktioniert, weiß doch jedes Kind: Die Brotscheiben werden mit Wäscheleinen und Zahnrädern in den Keller befördert, wo ein freundlicher Drache sie flambiert. Während er das Frühstück vorbereitet, sorgt die Guten-Morgen-Weckmaschine der finnischen Supererfinder Tatu und Patu für einen schnellen Start in den Tag. Sie putzt Zähne, kämmt Haare und zieht einen auch noch an. Maschinen erleichtern uns den Alltag – auch wenn der Toaster in der Realität ohne ein Feuer spuckendes Ungeheuer auskommen muss und es keine vollautomatische Morgenroutine gibt.
Wie funktionieren diese Maschinen? Wer steckt hinter den Erfindungen? Und was unterscheidet einen Roboter vom Menschen? Mit all diesen Fragen beschäftigt sich die Kinder- und Jugendliteratur. Genau deshalb dreht sich in der diesjährigen Jahresausstellung der Internationalen Jugendbibliothek auf Schloss Blutenburg alles um „Crazy Machines?! Fahrzeuge, Roboter und andere geniale Erfindungen“.
Die Ausstellung veranschaulicht mit zahlreichen Mitmachstationen die faszinierende Welt der Maschinen und ihrer Erfinderinnen und Erfinder. Sie zeigt, wie grenzenlos die Fantasie sein kann, wenn Technik auf Geschichten trifft. Eine breite Auswahl an internationalen Kinder- und Jugendbüchern, ausgewählt von den Lektorinnen und Lektoren der Internationalen Jugendbibliothek, entführt die Besucherinnen und Besucher in diese Welt: Sie erzählen von fiktiven und realen klugen Köpfen und verrückten Apparaten.
Eine Maschine fungiert als Museumsführer. In Zusammenarbeit mit der Universidad Tecnológico de Monterrey in Mexiko hat die Jugendbibliothek einen digitalen Guide entwickelt, der spielerisch durch die Ausstellung leitet. Richtet man ein Tablet auf ausgewählte Bücher, beginnen sich die Seiten zu bewegen. Passend zum Thema warten verschiedene Minispiele auf die Kinder – und wer alle Rätsel löst, darf sich am Ende der Führung über eine kleine Überraschung freuen.

Einige der verrückten Maschinen aus der Literatur hat das Team der Internationalen Jugendbibliothek nicht nur digital zum Leben erweckt, sondern auch physisch für die Ausstellung nachgebaut. Manche davon funktionieren tatsächlich – wie die Schokolinsensortiermaschine, die nach einer Anleitung aus einem Sachbuch von der Grafikabteilung umgesetzt wurde.
Andere Maschinen erfüllen keinen praktischen Zweck. So auch die „Steila“, eine Erfindung des Hausmeisters der Bibliothek. Zwischen den Holzbalken des Ausstellungsraums sind kreuz und quer Seile gespannt. Wer daran zieht, setzt allerlei Mechanismen in Gang: Mal leuchtet etwas, mal kommt etwas Verborgenes zum Vorschein. Nützlich ist das Ganze vielleicht nicht, aber dafür verrückt. Doch was heißt überhaupt „verrückt“?
Crazy Machines!? Fahrzeuge, Roboter und andere geniale Erfindungen; Internationale Jugendbibliothek auf Schloss Blutenburg, weitere Informationen unter: www.ijb.de

