Ausstellung in MünchenTaschen machen Leute

Kurze Hassanfälle und heftige Liebe soll eine Handtasche laut Soziologen auslösen können. Eine Münchner Ausstellung zeigt nun 250 Lederbeutel, Clutches und Kelly-Bags aus sechs Jahrhunderten. Denn nicht nur Frauen sind süchtig nach Taschen: Ein bayerischer Kurfürst ging nie ohne zur Jagd.

Der liebste Begleiter der Frau ist nicht der Mann, sondern die Handtasche. Eine Münchner Ausstellung zeigt 250 Lederbeutel, Clutches und Kelly-Bags vom 16. bis ins 21. Jahrhundert. Doch nicht nur Frauen sind süchtig nach Taschen: Ein bayerischer Kurfürst ging nie ohne zur Jagd.

Schon der Mode-Philosoph Bruce Darnell wusste: "Die Handetasche muss lebendig sein." Das gilt nicht erst, seit er Heidi Klums Mädchen als Jurymitglied bei "Germany's Next Topmodel" beibrachte, das Täschchen auf dem Laufsteg besonders elegant zu schwingen - es gilt schon seit Jahrhunderten. Das Bayerische Nationalmuseum zeigt ab Donnerstag die Ausstellung "Taschen - Eine europäische Kulturgeschichte vom 16. bis 21. Jahrhundert". Rund 250 Exemplare hat das Museum aus dem eigenen Bestand zusammengetragen. Dazu kommen Leihgaben.

Bild: dpa 11. April 2013, 14:542013-04-11 14:54:49 © Süddeutsche.de/dpa/dayk