Ausstellung:Denkerin mit Mut

"We Refugees" ("Wir Flüchtlinge") war 1943 als eine der ersten englischsprachigen Veröffentlichungen Arendts in der Zeitschrift "Menorah Journal" erschienen.

Im Fokus der Schau im Literaturhaus steht Hannah Arendt als politische Denkerin und Intellektuelle, die das Wagnis der Öffentlichkeit nicht scheute.

(Foto: dpa)

Hannah Arendt war eine der anregendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts, das sie in all seinen Extremen erlebt hat. Das Literaturhaus München widmet der kritischen Publizistin eine Ausstellung, Motto: "Wagnis der Öffentlichkeit".

Von Antje Weber

Hannah Arendt (1906 bis 1975) war eine der anregendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts, das sie in all seinen Extremen erlebt hat; von den Nationalsozialisten verfolgt, musste sie nach Frankreich und später in die USA fliehen. Die Publizistin, die sich selbst nicht als Philosophin bezeichnete, beschäftigte sich nicht nur in Werken wie "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft" immer wieder mit dem Nationalsozialismus und anderen Ideologien. Sie bezog auch oft aktuell Stellung, insbesondere beim Eichmann-Prozess in Israel - und erntete nicht nur für ihre These von der "Banalität des Bösen" auch viel Widerspruch. Dass es stets unwägbar ist, wenn man mit seinen Urteilen an die Öffentlichkeit geht, war Arendt bewusst.

Das Literaturhaus München, das ihr nun in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum Berlin eine Ausstellung widmet, wählt entsprechend ein Zitat als Motto: das "Wagnis der Öffentlichkeit".

Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert, Literaturhaus, Salvatorplatz 1, 15. Okt. bis 24. April, täglich 11-18 Uhr, literaturhaus-muenchen.de

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