Ausschreibung:Diese Architekten sind für den neuen Münchner Konzertsaal im Gespräch

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Das Guggenheim Museum in Bilbao ist von Frank Gehry. Die Bauwerke weiterer möglicher Konzertsaal-Architekten finden Sie hier.

(Foto: Bloomberg)

Sie haben die Elbphilharmonie, das Kanzleramt oder das Guggenheim-Museum in Bilbao gebaut - wer darf den neuen Konzertsaal in München planen? Im Wettbewerb stehen sechs renommierte Architekturbüros.

Von Evelyn Vogel

Dass der neue Konzertsaal in München ein Leuchtturmprojekt werden soll, war bekannt. Nun steht die Ausschreibung des Planungswettbewerbs für das Konzerthaus im Werksviertel im Internet und man kann erahnen, dass der Freistaat sich eine bedeutsame Architektur wünscht. Denn sechs international renommierte Architekturbüros hat der Freistaat als Bauherr bereits für die Teilnahme vorab ausgewählt: Diese sind Frank Gehry aus Los Angeles, Gerkan, Marg und Partner (gmp) aus Hamburg, Henning Larsen Architects aus Kopenhagen, das Schweizer Architekturbüro von Jacques Herzog und Pierre de Meuron, Schultes Frank Architekten aus Berlin und das Büro Snøhetta aus Oslo.

Gehry ist bekannt für seine ungewöhnlichen Gebilde wie das Guggenheim-Museum in Bilbao, bei gmp denkt man vor allem an Sportstadien, Henning Larsen hat das Konzerthaus in Reykjavík und die neue Siemens-Zentrale in München gebaut, Herzog & de Meuron die Elbphilharmonie und die Münchner Fußball-Arena. Von Schultes Frank stammt das Bundeskanzleramt in Berlin, von Snøhetta das neue Opernhaus in Oslo. Das sind nur ein paar bekannte Projekte.

Klar ist: Mit all diesen erstbenannten Büros kann man sich rühmen. Neben den zahlreichen Fachpreisrichtern werden auch Ministerpräsident Horst Seehofer und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter als sogenannte Sachpreisrichter in der Jury sitzen. Die Bewerbungsfrist endet am 19. September um 18 Uhr. Bereits im Oktober sollen die ausgewählten Architekturbüros informiert werden, die bis zum 9. März kommenden Jahres dann ihre Arbeiten abgeben müssen.

Das Preisgericht soll am 17. und 18. Mai 2017 tagen. Und wenn alles klappt, werden die Entwürfe dann im Mai und Juni in einer Ausstellung präsentiert. Der Wettbewerbssieger erhält 125 000 Euro, der Zweitplatzierte 100 000 Euro, der dritte Preis ist mit 75 000 Euro dotiert, der vierte Preis mit 60 000 Euro und der fünfte Preis mit 40 000 Euro.

Das Konzerthaus soll im Werksviertel nahe dem Ostbahnhof auf einer Fläche von etwa 5300 Quadratmetern errichtet werden. Gefordert wird ein städtebaulich, architektonisch, wirtschaftlich und funktional schlüssiges und überzeugendes Konzept, das "höchste akustische Ansprüche erfüllt", wie es in der Ausschreibung heißt. Darin untergebracht werden sollen zwei Konzertsäle, einer für etwa 1800 Gäste, der andere soll etwa 600 Personen Platz bieten.

Daneben soll die Hochschule für Musik und Theater Aufführungs- und Proberäume erhalten und ein "Education-Bereich" für die Musikvermittlung soll ebenfalls entstehen. Foyer, Gastronomie, Läden, Büros und eine Tiefgarage sollen hinzukommen.

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