Die Narben, die dieses Gemälde trägt, sind nur noch auf seiner Rückseite zu erkennen. Als amerikanische Soldaten es in einer Kiste fanden – von seinem Besitzer darin an einem vermeintlich sicheren Ort vor Gewalt und Wirren des Zweiten Weltkriegs versteckt –, sollen sie wenig Gnade gekannt haben mit diesem Werk. „Einer der Tänzerinnen – der Zweiten von links – haben sie einen Kopfschuss verpasst, den Schwarzen der Tänzer haben sie mit dem Bajonett erstochen“, referiert Auktionator Robert Ketterer, was ihm selbst zur Erklärung erzählt worden ist. Aber er versichert der umstehenden Schar: „Das sind zwei Beschädigungen, die aber wirklich toll restauriert worden sind. Bereits 1945/46.“
Jubiläums-Versteigerung bei Ketterer Rekordpreise bei Münchner Auktion erwartet
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Ernst Ludwig Kirchners lange verschollenes Gemälde „Tanz im Varieté“ wird versteigert. Es ist nicht das einzige Werk mit spektakulärer Historie, das unter den Hammer kommt – und schon gar nicht das am teuersten angesetzte.
