Abstimmung im StadtratUmbau der Augustenstraße soll im zweiten Halbjahr 2025 beginnen

Auf der Augustenstraße ist viel los: Fußgänger, Radfahrer und Autos benötigen alle ihren Platz.
Auf der Augustenstraße ist viel los: Fußgänger, Radfahrer und Autos benötigen alle ihren Platz. (Foto: Florian Peljak)

Das Projekt, von dem vorwiegend Fußgänger und Radler profitieren sollen, ist umstritten – doch SPD und Grüne treiben es voran und legen nun einen Zeitplan vor. Auf die Verkehrsteilnehmer kommen mehrjährige Arbeiten zu.

Von Thomas Schmidt

Mehr Bäume, mehr Sicherheit, mehr Aufenthaltsqualität: Die Augustenstraße, eine der Lebensadern der Maxvorstadt, soll für etwa sieben Millionen Euro umgestaltet werden. Die Arbeiten sollen im zweiten Halbjahr 2025 starten und etwa drei Jahre dauern. Profitieren sollen hauptsächlich Fußgänger und Radler.

Über die Pläne wird schon lange politisch gestritten, nun liegt ein Papier vor, über das am 11. Februar im Stadtrat abgestimmt werden soll und das den Segen von Grünen und SPD hat. Demnach wird die Augustenstraße zur Tempo-30-Zone, die Gehwege werden verbreitert und der Radverkehr wird auf die Straße verlegt. Dies sei „eine Lösung, die Sicherheit schafft und Konflikte minimiert“, teilen die Grünen mit. Die SPD spricht davon, den „Straßenraum gerechter zu verteilen“.

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Zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße entsteht zudem ein „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ mit Tempo 20. Dort werden die Gehwege auf bis zu acht Meter verbreitert, 17 Bäume und „bienenfreundliche“ Sträucher sollen gepflanzt und neue Sitzgelegenheiten aufgebaut werden. Hinzu kommen 200 Radlparkplätze und zehn Abstellplätze für Lastenräder. „Für das Gewerbe hat der Umbau Vorteile, denn 26 Parkplätze werden in Lieferzonen umgewidmet“, argumentieren zu Grünen.

Genau dieser Punkt ist jedoch umstritten. „Das ist ideologisch motivierte Gängelung des Autoverkehrs zulasten des Gewerbes“, ärgert sich CSU-Fraktionschef Hans Theiss. Auch viele Geschäftsleute sehen es kritisch, dass 57 Parkplätze entfallen sollen. Sogar eine Bürgerinitiative namens „Liebe zur Augustenstraße“ hatte sich gegen die Pläne gegründet. Und Theiss führt noch ein weiteres Argument an: „Sieben Millionen Euro für einen knappen Kilometer – das ist zu viel.“

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