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Aufregung um Youtube-Video:"Der Clip ist makaber"

Mit dem Projekt wollen Benzing und Gerlach die Zuschauer zum Nachdenken bringen. "Wir verlangen nicht, dass die Leute nur noch in Jutesäcken rumlaufen. Es geht da um eine Grundeinstellung", sagt Benzing. Sie wünscht sich, dass Konsumenten zumindest darüber nachdenken, dass billige Produkte irgendwo herkommen. Und dass es einen Grund dafür gibt, dass sie so günstig sind.

Mit dem Clip, der im Kochstudio des Bayerischen Rundfunks in München gedreht wurde, gelingt das gut. Das Lachen, sagt Regisseur Maximilian Gerlach, bleibe den Leuten beim Zuschauen "im Hals stecken". Und seine Kollegin fügt hinzu: "Der Clip ist makaber. Und er polarisiert unglaublich."

"Wir sind keine Erzieher"

Das soll er auch: "Die Idee ist, dass sich jemand aufregt und ein anderer ihn aufklärt. Dass die Leute dadurch anfangen, über das Thema zu reden." Absichtlich haben Gerlach und Benzing ans Ende des Clips keine Informationen über die Arbeitsbedingungen in Nicaragua gestellt, denn "wir sind keine Erzieher".

In mehr als hundert Kommentaren wird das Video auf Youtube bislang schon diskutiert. Hunderte schauen sich den Clip jeden Tag im Netz an - fast 30.000 Mal wurde das Video inzwischen abgerufen. Und man kann annehmen, dass schon viele Menschen durch das bitterböse Internet-Video angesprochen wurden, die kaum von sich aus auf der Oxfam-Website vorbeisurfen würden.

Hier geht's zur Website von "Thank you third world".

© sueddeutsche.de/sonn
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