Aubing Ringen um die grünen Riesen

Etwa 320 Bäume standen einmal auf dem gut zehn Hektar großen, ehemaligen Bahn-Gelände an der Aubing-Ost-Straße. Überwiegend Pappeln, Linden und Ahornbäume, aber auch Birken, Hainbuchen, Kiefern und Lärchen. Inzwischen befindet sich dort ein Neubaugebiet, viele der grünen Riesen mussten dafür weichen. Gefällt wurde bis auf einen einzigen Baum damals auch eine ortsbildprägende Säulenpappel-Allee als Randgrün. Zunächst hatte man bei der Stadt zwar geplant, diese 50 Jahre alten Bäume zu erhalten. Doch dann wurden Altlasten im Boden befürchtet, denn auf dem Gelände gab es früher unter anderem Lackierereien, Chemikalien- und Altöl-Lager sowie Heizungsanlagen. Auch hatte man zuvor bereits mehrere Tonnen Waffen und Munition sowie Brandbomben geborgen. Der Gutachter befürchtete deshalb "Gefahr im Verzug", sollten diese Flächen nicht gesäubert werden.

Aubings Lokalpolitiker bitten nun, zumindest einen Teil der ursprünglichen Baumreihe wieder aufleben zu lassen. Sie fordern die Stadt auf, zu prüfen, ob nördlich der Kindertagesstätte Luna an der Aubing-Ost-Straße 66 zusätzlich Pappeln gepflanzt werden können. Schön fänden die Stadtteilvertreter auch Pappeln im Vorgarten des Kita-Nachbarn. Doch dieser Bereich ist Privatgrund, die Entscheidung obliegt dem Grundstückseigentümer.