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Aubing:Mehr Schnellbusse

Lokalpolitiker wollen Verbesserungen, bis die U-Bahn kommt

Der Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied, zu dem auch der neue Stadtteil Freiham gehört, braucht endlich konkrete Verkehrslösungen, um dem steten Einwohnerzuwachs gerecht werden zu können. Dieser Meinung sind Aubings Lokalpolitiker. Die Verlängerung der U 5 bis Freiham haben die Bürgervertreter bereits erfolgreich forciert. Die Umsetzung allerdings wird, ebenso wie der Ausbau der S-Bahnlinien S 4 und S 8, noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Bis dahin sind leistungsfähige, kostengünstige, schnell realisierbare Varianten gefragt. Eine Expressbuslinie von Freiham über die A 96 bis zur U-Bahn-Station Westendstraße, die spätestens im Laufe des Fahrplanjahres 2022 ihren Betrieb aufnehmen soll, hat der Stadtrat im Dezember schon gefordert, doch das reicht Aubings Stadtteilvertretern nicht. In einem einstimmig verabschiedeten Antrag bitten sie das Mobilitätsreferat, gemeinsam mit der Münchner Verkehrsgesellschaft bis Ende Mai weitere Schnellbusverbindungen zu prüfen. Folgende Routen stehen dabei im Fokus: zum einen Linien, die in Freiham starten, um dann über Neuaubing, Altaubing, den S-Bahnhof Langwied, den S-Bahnhof Unter- oder Obermenzing bis zu den U-Bahn-Halten Moosach, Olympia-Einkaufszentrum, Westfriedhof oder Rotkreuzplatz zu fahren. Zum anderen Verbindungen, die in Lochhausen beginnen und dann über Altaubing, Neuaubing, das Westkreuz und den Pasinger Marienplatz oder den S-Bahnhof Pasing den U-Bahn-Halt Laimer Platz erreichen. Bei dieser Anbindung soll die Nutzung der A 96 mit untersucht werden. Antragsteller Robert Brenner (SPD), der dem Unterausschuss Planen, Bauen und Umwelt vorsteht, will auch für jede einzelne Trasse ganz genau wissen, wie lang sie sein wird, mit welcher Taktdichte und welchen Fahrzeiten sie denkbar wäre, wo Haltestellen sein könnten, wie hoch das Fahrgastaufkommen geschätzt wird und was die Realisierung ungefähr kosten würde.

© SZ vom 20.02.2021 / eda
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