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Aubing/Lochhausen:Besser vernetzen

Stadtteilpolitiker wollen die Infrastruktur für Radler erheblich ausbauen

Von Ellen Draxel, Aubing/Lochhausen

Die Verbesserung der Radverkehrs-Infrastruktur ist eines der großen Ziele des neu gewählten Bezirksausschusses Aubing-Lochhausen-Langwied. Für acht Hauptrouten will sich das Gremium in den kommenden Jahren stark machen, darunter Verbindungen nach Olching, nach Fürstenfeldbruck, in Nord-Süd- und in Ost-West-Richtung. Genaue Streckenführungen dieser Generallinien sind noch in Arbeit, für andere Radwege existieren aber bereits erste konkrete Vorschläge.

Eine der Routen, die die Lokalpolitiker schon konzipiert haben, soll Lochhausen mit Aubing verbinden. Bislang fahren die Radler vom Bahnhof Lochhausen kommend auf einem im Winter nicht geräumten und nicht beleuchteten Feldweg, der an der Bushaltestelle Asmarstraße endet. Auf der anderen Straßenseite gibt es dann zwar Richtung Aubing einen gemeinsamen Fuß- und Radweg. Doch dieser ist "sehr eng und wird von Familien mit Kinderwagen, älteren Menschen mit Rollatoren und vielen Spaziergängern und Joggern genutzt", erklären die Bürgervertreter. Entsprechend "schwierig" und riskant sei es für Radfahrer auch, dort aneinander vorbeizukommen.

Viele Fahrradfahrer bevorzugten deshalb die stark befahrende Altostraße - "was keinen Spaß macht". Die städtische Verwaltung ist nun aufgefordert, eine Alternativlösung zu finden, "vielleicht etwas abseits der Straße".

Gewünscht wird von den Mitgliedern des Bezirksausschusses Aubing-Lochhausen-Langwied außerdem ein Radweg entlang der Federseestraße in Lochhausen. Weil in dieser Gegend mehrere neue Siedlungen entstehen, nimmt der Verkehr in der Federseestraße immer mehr zu. "Besonders problematisch" werde es, so argumentieren die Stadtteilpolitiker weiter, wenn der Bus der Linie 162 entgegenkomme und Radler parkende Autos und Wohnmobile überholten.

© SZ vom 24.02.2021
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