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Aubing:Fahrdienst zur Messe gefordert

Übergangslösung soll Impfen für den Münchner Westen erleichtern

Die Menschen im Münchner Westen fühlten sich angesichts des bislang einzigen Impfzentrums in Riem lange alleingelassen von der Stadt. "München ,Weltstadt mit Herz' - aber nicht für seine Bürger!" schrieb ein Aubinger erst vor ein paar Tagen an den örtlichen Bezirksausschuss. Der Satz sagt viel aus über die Stimmung in diesem Teil der Stadt - nicht umsonst forderten die Lokalpolitiker aus Aubing-Lochhausen-Langwied, Pasing-Obermenzing, Laim und Allach-Untermenzing bereits vor Wochen unisono ein zweites Impfzentrum für ihre Gegend.

Dass es nun zumindest mobile Impfteams in den Vierteln geben soll, die beispielsweise in Alten- und Servicezentren geschickt werden könnten, wie Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) ankündigten, begrüßen Aubings Stadtteilvertreter daher ausdrücklich. Zugleich, sagen sie, müsste aber auch schnellstmöglich ein "Fahrdienst" eingerichtet werden, der Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nach Riem bringt. Der Grund: Wer bereits einen Termin im Impfzentrum der Messestadt habe, aber weder Geld für ein Taxi erübrigen könne noch Angehörige habe, die chauffieren könnten, müsse "da ja schließlich auch irgendwie hinkommen". Gedacht ist ein solcher Fahrdienst aber lediglich als "Übergangslösung".

© SZ vom 12.02.2021 / eda
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