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Krebserreger:Grüne wollen Gewissheit über Altlasten auf dem Paulaner-Gelände

Abbrucharbeiten auf dem Paulaner Areal in München, 2014

Altlasten besorgen die Bürger: Abbrucharbeiten auf dem Paulaner Areal in der Ohlmüllerstraße in der Münchner Au.

(Foto: Catherina Hess)

Der Bezirksausschuss Au-Haidhausen will Schadstoffbelastung vor allem für die Bereiche künftiger Kindertagesstätten ausschließen.

Wieder einmal sind es die krebserregenden PAK-Verbindungen, Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe also, die Bürger besorgt stimmen. Wieder einmal geht es um den Abriss von Altbestand und die Frage, ob sorgfältig genug Altlasten entsorgt werden und damit dann der Weg für eine unbelastete Zukunft frei gemacht wird.

Diesmal steht das ehemalige Paulaner-Gelände in der Au im Mittelpunkt - und man kann sagen, dass die entsprechenden Dringlichkeitsanträge der Grünen im Bezirksausschuss Au-Haidhausen derzeit allenfalls Befürchtungen zum Hintergrund haben. Deswegen sind die beiden einstimmig beziehungsweise bei nur einer Gegenstimme beschlossenen Anträge denn auch vor allem Anfragen.

"Hohes Gefährdungspotenzial für das Grundwasser"

So haben die Antragsteller in den Unterlagen zu einer Bau-Parzelle an der Regerstraße die Formulierung entdeckt, dass für Teilflächen "von einem hohen Gefährdungspotenzial für das Grundwasser auszugehen" sei. Man will deshalb wissen, was das Referat für Gesundheit und Umwelt vorhabe, um dem Problem und auch einer eventuellen Ausbreitung belasteter Gewässer entgegenzutreten.

An der Ohlmüllerstraße ist die Sachlage anders, dort können an einer Stelle die vorhandenen Auffüllungen nicht vollständig entfernt werden - und dies nicht nur wegen ihrer Mächtigkeit, sondern auch, weil es dort denkmalgeschützte Gebäudebereiche gebe. Der Bezirksausschuss Au-Haidhausen will deshalb auf jeden Fall sichergestellt wissen, dass für die Bereiche der künftigen Kindertagesstätten Gefährdungen auszuschließen sind.

Sorgen machen sich die Lokalpolitiker schließlich um eine mögliche Aufwirbelung schadstoffbelasteten Staubs. Auch die dafür geplanten Maßnahmen will man sich von Experten erklären lassen.

© SZ vom 01.12.2015 / tek/libo

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