„I hob ma dacht, es is scho alles entnazifiziert“, singt Markus Binder, Schlagzeuger des österreichischen Duos Attwenger in der ausverkauften Milla in München. Vor Jahrzehnten schon, direkt also, nachdem Nationalsozialisten und Faschisten ganz Europa in Schutt und Asche gelegt hatten, hätte solche Entnazifizierung passieren sollen. Aber die Leute hätte das nicht interessiert, singt Binder weiter, denn „so wias ausschaut, is ja des bis heite ned passiert“.
Österreichischer Volksmusik-Punk in der Milla„Attwenger“ rechnen in München mit dem Vergessen ab
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München ist für die österreichische Band ein zweites Zuhause geworden. Hier sitzt ihre Plattenfirma Trikont, hier werden sie bei ihren Konzerten begeistert empfangen.
Helmut WimmerScharfe Texte, rückkoppelnde Knopfharmonika, ausverkauftes Haus: „Attwenger“ liefern in der Milla in München nicht nur ein Konzert – sondern eine politische Ansage.
Kritik von Dirk Wagner
