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Asyl:Unmenschliche Zustände

Regierungspräsidentin Maria Els macht sich im März persönlich ein Bild von der Funkkaserne.

(Foto: Stephan Rumpf)

Erst nach massivem Druck wird die Funkkaserne saniert

Schimmel in den Gemeinschaftsbädern, Familien, die mit wildfremden Menschen in einem Zimmer leben mussten, Waschbecken, die zusammenbrechen - die Zustände in der staatlichen Flüchtlingsunterkunft der Münchner Funkkaserne hat im März Sozialverbände und Politik aufgeschreckt. Oberbürgermeister Dieter Reiter appellierte an Bundesinnenminister Horst Seehofer, die Unterkunft ebenso wie alle anderen sogenannten Anker-Zentren und ihre Dependancen zu schließen. Auch Bundestag, Landtag und der Münchner Stadtrat befassten sich mit den "unmenschlichen Zuständen", wie der sozialpolitische Sprecher der Stadtrats-SPD, Christian Müller, sagte. Die zuständige Regierung von Oberbayern reagierte auf den öffentlichen Druck: Regierungspräsidentin Maria Els ließ die Unterkunft sanieren, hob die Doppelbelegung in den Zimmern auf und veranlasste, dass es für Kinder nun deutlich bessere Spiel- und Lernmöglichkeiten in der ehemaligen Kaserne am Frankfurter Ring gibt.

© SZ vom 30.12.2019

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