Astronomie München feiert "die lange Nacht der Mondfinsternis"

Ein roter Mond über der Münchner Mariensäule: Das Bild stammt vom September 2015.

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Es wird der längste "Blutmond" des Jahrhunderts: Wo man ihn am besten sehen kann - und am besten erklärt bekommt.

An diesem Freitag heißt es für alle Münchner: Augen auf und nach oben schauen! Denn was am 27. Juli gegen 21.30 Uhr am Himmel zu sehen ist, wird es so das ganze Jahrhundert nicht mehr geben: Die Erde schiebt sich zwischen Sonne und Mond, und für mehr als zwei Stunden leuchtet der Trabant deshalb nicht wie üblich weiß - sondern rot. Erwartet wird die längste totale Mondfinsternis, die es in den nächsten 82 Jahren zu erleben gibt.

Aus diesem Anlass haben sich fünf Kompetenzzentren - das Deutsche Museum, die Volkshochschule, die Ludwig-Maximilians-Universiät, das ESO Supernova Planetarium und die Volkssternwarte - zusammengeschlossen und bieten an vier Standorten zahlreiche Aktionen rund um den "Blutmond" an.

"Über den Mond griff die Menschheit nach den Sternen", sagt der TV-Moderator und Astrophysiker Harald Lesch, der in der Volkshochschule auftreten wird. "Darüber, über den Mond als Trabant und Begleiter der Erde und als Ziel der Astronauten vor fast 50 Jahren, wollen und werden wir reden."

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Volkshochschule München

Einsteinstraße 28, München

8:30 - 20 Uhr Halbstündige Kurzvorträge: "Unser Mond - ein ganz besonderer Trabrant", "Was wir sehen und wie wir uns täuschen: Mondbeobachtung", "Der Mond: Sprungbrett zum Mars?", "Literarische Reise zum Mond"

20.45 - 23.15 Uhr "Mit Lesch live dabei": Harald Lesch und Dr. Cecila Scorza (LMU Physik) kommentieren die Live-Bilder zur Mondfinsternis

Deutsches Museum

Museumsinsel 1, München

18.30 Uhr Öffnung der Planetariumsterrassen (bis Mitternacht) sowie der Weststernwarte mit Teleskopbeobachtung (nicht die Mondfinsternis)

19, 20 und 21 Uhr Halbstündige Sondervorführungen im Planetarium

19.30, 20.30 und 21.30 Uhr Halbstündige Führungen durch die Abteilung Astronomie

20.30 Uhr Öffnung der Oststernwarte, Aufstellung und Betreuung von Teleskopen durch die Beobachtergruppe im Sonnenuhrengarten

Volkssternwarte

Rosenheimer Straße 145h, Rückgebäude, München

19 Uhr Teleskopbeobachtung auf der Dachplattform der Volkssternwarte und halbstündige Kurzvorträge über Geschichte und Entstehung von Mondfinsternissen; Kurzvorstellungen im Planetarium der Volkssternwarte mit Simulation einer Mondfinsternis; Öffnung der Ausstellung mit Modellen zu Erde, Mond und Sonne sowie zum restlichen Sonnensystem

ESO Supernova Planetarium

Karl-Schwarzschild-Straße 2, Garching

18.30 Uhr Live-Show im Planetarium zur Mondfinsternis mit Kinderprogramm (unter anderem mit dem Herstellen von Mondkratern); Planetariumsvorführung "Back to the Moon for Good"; Beobachtung des Mondes mit Teleskop auf der Dachterrasse

Restkarten für das zum großen Teil kostenfreie Programm gibt es an den jeweiligen Abendkassen.