Die Feuerwehr Aschheim meldet einen außergewöhnlichen Fall: Ein Einwohner der Gemeinde hatte am Samstag beim Aufräumen ein kleines, braunes Glasfläschchen mit einem vertrockneten Inhalt gefunden. Nach einer eigenen Recherche wurde ihm klar, dass es sich um einen gefährlichen Stoff handeln könnte, worauf er die Polizei informierte. Weitere Nachforschungen bei der Feuerwehreinsatzzentrale ergaben, dass es sich bei dem eingetrockneten Stoff um Pikrinsäure handelte, die getrocknet hochexplosiv und gesundheitsschädlich ist.
Feuerwehr und Polizeibeamte nahmen das verschlossene Fläschchen in der Küche, wo es gefunden worden war, in Augenschein. Im Inneren waren ein kristalliner Stoff sowie Kristallablagerungen am Deckel erkennbar. Wegen der besonderen Gefährdungslage wurden ein ABC-Fachberater sowie die Technische Sondergruppe der Polizei hinzugezogen.
Weiteren Untersuchungen ergaben, dass ein gefahrloser Transport des Stoffes nicht möglich war. Daher entschied man, die Substanz in der Nähe des Fundorts auf einer Freifläche kontrolliert zu sprengen und so die gefährliche Substanz zu vernichten. Feuerwehrleute hoben ein Loch im Boden aus. Ein Bereich mit einem Radius von 300 Metern wurde zur Sperrzone erklärt und mit einer Drohne aus der Luft überwacht, während Feuerwehr und Polizei acht Sperrpunkte besetzten und sämtliche Zufahrtswege absicherten.
Das gefährliche Fläschchen wurde schließlich von der Polizei zum Sprengort gebracht und Spezialkräften übergeben. „Die Vernichtung verlief erfolgreich und ohne Zwischenfälle“, heißt es im Bericht der Feuerwehr.


