Eric Diener zeigt mit beiden Händen, wie lang die Zunge des Tieres ist. Das allein wäre noch nicht bemerkenswert. Denn 20 Zentimeter, das ist ja nicht wirklich viel, schaffen Giraffen locker. Es sei denn, man ist ein Rüsselhündchen und im Ganzen gar nicht viel länger als diese 20 Zentimeter. Diener, der neue Kurator unter anderem für den Artenschutz, lächelt aus seinen stahlblauen Augen. Mit dieser Information über das den meisten Menschen wohl eher unbekannte Tier beginnt seine sehr anschauliche Erklärung, was er überhaupt macht in Hellabrunn. Und warum das so wichtig ist, nicht nur für die Art aus Afrika, von der er ein Exemplar am Vortag mit dem Zug aus Leipzig und dem dortigen Zoo hergebracht hat. Sondern auch für andere Tiere und vor allem für den Menschen. Und da im Speziellen für die Kaffeetrinker.
Neuer Artenschutz-Kurator in HellabrunnWie das Rüsselhündchen den Regenwald retten soll
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Eric Diener ist seit Sommer dafür zuständig, dass die Besucher des Münchner Zoos nicht nur über niedliche Tiere, sondern auch über ihren Lebenswandel nachdenken. Und bald gerne den Artenschutz-Euro zahlen.
Von Philipp Crone
