München heute:Wo die Stadt reich ist und wo sie arm ist / Tipps für die Adventszeit

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München heute: Der Ansturm auf die Tafeln wird größer: Hier warten Bedürftige vor der Ausgabe der Münchner Tafel vor dem Großmarkt.

Der Ansturm auf die Tafeln wird größer: Hier warten Bedürftige vor der Ausgabe der Münchner Tafel vor dem Großmarkt.

(Foto: Frank Hoermann/IMAGO/Sven Simon)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Sven Loerzer

In den Schaufenstern der Innenstadt glitzert es allerorten, selbst bei den Discountern in den Stadtvierteln locken Delikatessen und nach der Flut von Mails zu Black Friday und Cyber Monday stimulieren nun jede Menge Angebote zu den Festtagen die Kauflaune. Allerdings können es sich da längst nicht alle Menschen leisten, einfach mal beherzt zuzugreifen, sich etwas zu gönnen. Denn gerade zum Jahresende offenbart der Kampf um die Gunst der Käufer den Gegensatz zwischen Arm und Reich besonders deutlich. Das zeigt der Münchner Armutsbericht 2022, den Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) am Dienstag dem Stadtrat vorstellt.

Rund 266 000 Menschen, 17 Prozent der Münchner Bevölkerung, leben unter der Armutsschwelle. Die liegt nun bei 1540 Euro, 190 Euro mehr als noch der letzte, 2017 vorgelegte Armutsbericht ausgewiesen hat. Mehr als ein Drittel, etwa 107 000 Münchnerinnen und Münchner, sind auf staatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt angewiesen. Und das bedeutet, sein Geld permanent genau einzuteilen, sich und seinen Kindern das Erfüllen von Wünschen zu versagen, selbst dort, wo andere nie darüber nachdenken müssen.

Angesichts der Energiekrise und einer Inflation von zehn Prozent verbessert die bundesweite Aufstockung der Hartz-IV-Leistung zum 1. Januar um 53 auf 502 Euro monatlich ihre Situation nicht, klagt die Sozialreferentin. Und so wird der in München ohnehin schon besonders große Kontrast zwischen Arm und Reich bleiben, obwohl die Stadt viele Hilfen bietet. Wo München besonders arm ist und was die Sozialreferentin fordert, lesen Sie hier (SZ Plus).

DER TAG IN MÜNCHEN

Bahn frei für die neue U9 Trotz der finanziellen Risiken setzt der Stadtrat auf den Bau der U-Bahn-Linie. Am Hauptbahnhof soll für 560 Millionen Euro ein Rohbau für eine neue Station errichtet werden - ob dort jemals eine U-Bahn fahren wird, ist aber weiter unklar.

Zwischen flüssigen Tapeten und Pesto-Tabs Nach langer Zwangspause haben die Messen Heim+Handwerk und Food & Life nun wieder geöffnet. Die Besucher können staunen - und die Aussteller hoffen.

Ein Konzert wie ein Bad im Jungbrunnen In der Olympiahalle tanzen Bryan Adams' Fans zu einer Mischung aus alten, neuen und potenziellen Hits. Dem 63-Jährigen selbst kann nichts die Show stehlen - nicht einmal ein fliegendes Auto.

Tierpark Hellabrunn schläfert sechs Drills ein Bei den seltenen Primaten war eine schwere Krankheit entdeckt worden. Sie einzuschläfern, sei "aus Tierschutzgründen unumgänglich" gewesen, so der Zoo.

Wo schon Lady Di und Sean Connery tranken Das Hotel Vier Jahreszeiten stellt nach der Renovierung seine traditionsreiche Bar und ihren neuen Chef vor.

Stadt streicht massiv Stellen bei der Corona-Erfassung Das "Contact Tracing Team" betreibt ohnehin keine Kontaktnachverfolgung von Covid-19-Erkrankten mehr. Nun sollen die Stellen drastisch gekürzt werden - von 362 auf nur noch 35.

Es wird wieder wärmer im Westbad und Cosimabad Da das Dantebad weiterhin geschlossen bleibt, halten die Stadtwerke München eine Erhöhung der Wassertemperaturen in den beiden Bädern für "vertretbar".

Verwirrter Mann attackiert Passanten mit Küchenmesser - Schüler wird lebensgefährlich verletzt Der 51-Jährige wird von Passanten überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Die Kriminalpolizei ermittelt nach der Attacke wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

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