Halbfinale in St. MichaelARD-Musikwettbewerb: Die Orgel kehrt zurück – und klingt jedes Mal anders

Lesezeit: 2 Min.

Julian Emanuel Becker ist einer der drei Finalisten im Fach Orgel beim ARD-Musikwettbewerb.
Julian Emanuel Becker ist einer der drei Finalisten im Fach Orgel beim ARD-Musikwettbewerb.
Foto: Daniel Delang

Die Orgel ist im Wettbewerb ein Sonderfall: Jede klingt anders, jeder Registerwechsel ist Risiko. Beim ARD-Musikwettbewerb wird „Das Glasperlenspiel“ von Enjott Schneider je nach Farbwahl fast zu einem neuen Werk.

Kritik von Michael Stallknecht

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Die Orgel ist ein heikles Instrument für Wettbewerbe. Nicht ein Instrument, sondern viele. Jedes besteht aus unterschiedlichen Registern, die in jeder Kirche, jedem Konzertsaal anders verbaut und kombiniert sind. Auch deshalb war die Orgel beim ARD‑Musikwettbewerb in München 15 Jahre lang nicht vertreten, doch zum 75-jährigen Bestehen des Wettbewerbs in diesem Jahr sollte sie dabei sein. Mit entsprechend erhöhtem Aufwand, aber offensichtlich auch hohem Publikumsinteresse. Zum Halbfinale in der Jesuitenkirche St. Michael in der Münchner Fußgängerzone – die Vorrunde hat an zwei unterschiedlichen Orgeln der Musikhochschule stattgefunden – ist an zwei Abenden auf den Kirchenbänken kaum ein freier Platz zu finden.

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