Hotel Königshof: Wagnis am Stachus

Hauptbahnhof - Karstadt - Hotel Königshof: Es hätte sich angeboten, diese Achse in Verlängerung der Fußgängerzone an der Neuhauser Straße aus einem Guss neu zu planen. Doch die unterschiedlichen Besitzverhältnisse erlaubten das nicht. Die Münchner Brüder Carl, Michael und Stephan Geisel, die zu den wenigen großen Privathoteliers in Deutschland gehören, begannen schon relativ früh mit ihren Überlegungen für einen Neubau am Stachus.

Seit mehr als 100 Jahren ist das Hotel unter dem Namen "Königshof" bekannt und seit 80 Jahren in Besitz der Familie Geisel. Nun wird es abgerissen und wieder neu aufgebaut. Rund zweieinhalb Jahre Bauzeit sind für den neuen Komplex mit seinen neun statt der jetzt sechs Stockwerke vorgesehen. Für den Verkehr wird es angesichts der Ausmaße der Baustelle erstaunlich wenige Einschränkungen geben.

Den Architektenwettbewerb um den Neubau gewann das spanische Büro Nieto Soejano Arquitetos. Der geplante Längsschnitt in der Hauptfassade als herausragendes gestalterisches Element ist nach wie vor ein Reizthema in der Stadt. Damit entsteht in Richtung Stachus-Rondell und Fußgängerzone nach Aussage der Planer eine ausdrucksstarke Raumkaskade mit einer Abfolge unterschiedlicher Lobby-, Aufenthalts- und Ausblickzonen. Ganz oben, im neunten Stock, soll die Gastronomie untergebracht werden, mit Blick über die Innenstadt.

Bild: Architekturbüro Nieto Sobejano Arquitectos 28. Dezember 2018, 07:302018-12-28 07:30:25 © SZ.de/infu