München heute:Jugendgewalt steigt / Klimaaktivist in JVA Stadelheim in Hungerstreik getreten

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München heute: Leicht zu bekommen, verheerend in der Wirkung: Die Münchner Polizei registriert, dass Jugendliche sich öfter mit Messern bewaffnen.

Leicht zu bekommen, verheerend in der Wirkung: Die Münchner Polizei registriert, dass Jugendliche sich öfter mit Messern bewaffnen.

(Foto: imago stock)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von René Hofmann

Zum Alltag in der Lokalredaktion gehört es, sich mit dem täglichen Polizeibericht auseinanderzusetzen. In letzter Zeit ist uns dabei aufgefallen, wie oft es in diesem um Jugendliche geht, die - zum Teil auch mit Waffen - aneinandergeraten. Zufall oder Trend? Diese Frage stand schnell im Raum - und auch die Bemerkung: War das nicht irgendwie immer schon so?

Das Rangeln unter Heranwachsenden gibt es tatsächlich in jeder Generation. Stärke austesten, sich beweisen - darum geht es nicht erst, seit es Handys gibt. Dass aber 29 Streifen ausrücken und ein Hubschrauber aufsteigt, wie Ende Oktober geschehen, als vier Jugendliche bei einer größeren Auseinandersetzung Stichverletzungen erlitten - das ist dann doch eine neue, erschreckende Dimension.

Meine Kollegin Kathrin Aldenhoff ist dem Phänomen nachgegangen. Sie hat mit der Polizei gesprochen, die fürs laufende Jahr zwar noch keine validen Daten ausweisen kann, aber zwei Entwicklungen beobachtet: Banden, die durch körperliche Auseinandersetzungen auffallen. Und Jugendliche, die vermehrt zu Waffen greifen (SZ Plus). "Immer öfter blitzt das Messer", haben wir den Bericht überschrieben, in dem als ein möglicher Grund für die Entwicklung die Corona-Pandemie genannt wird: In dieser haben offenbar viele junge Menschen den Halt verloren. Wie sich die Gewaltspirale stoppen lässt? Das Jugendamt hat dafür so einige Vorschläge. Bisher haben diese den Stadtrat aber noch gar nicht erreicht.

DER TAG IN MÜNCHEN

Wie Städte das Klima retten können - statt es zu zerstören Im Münchner Prinz-Eugen-Park lässt sich beobachten, wie sich die Landschaftsarchitektur zur Schlüsseldisziplin im Kampf gegen die Katastrophe aufschwingt (SZ Plus). Man muss sich den Knöterich nur mal als Superhelden vorstellen.

Klimaaktivist in Stadelheim in Hungerstreik getreten Der 47-Jährige Wolfgang M. ist Angehöriger der "Letzten Generation". Nach mehreren Demonstrationen und Klebe-Aktionen sitzt er bis Anfang Dezember in Präventivhaft.

Verkehrsberuhigter Superblock am Gärtnerplatz Das Konzept aus Barcelona, den Verkehr systematisch aus Wohnvierteln auszusperren, wird in München getestet. Das Mobilitätsreferat soll eine Umsetzung in der Isarvorstadt und im südlichen Lehel prüfen. Es dürfte viel zu reden geben.

Inzidenzwert fällt unter 100 So niedrig lag der Wert in München seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Allerdings testen sich immer weniger Menschen. Und was mit dem Ende der Isolationspflicht passiert, bleibt abzuwarten.

"Warum muss das Haus einen Meter höher werden?" Wo früher das Schreibwarengeschäft Kaut-Bullinger war, plant René Benkos Signa einen Neubau. Doch der architektonische Entwurf stößt in der Stadtgestaltungskommission auf geteilte Reaktionen.

Stammstrecken-Sperrung am Wochenende Die Deutsche Bahn stellt neue Signale auf. Deshalb verkehren die S-Bahnen am Samstag und Sonntag tagsüber nur eingeschränkt. Welche Bahnhöfe wann betroffen sind.

Christkindlmarkt ohne Einschränkungen Das Budendorf auf dem Marienplatz eröffnet am Montag - nach zwei Jahren Pandemie-Pause. Corona-Schutzmaßnahmen gibt es keine mehr. Nur werden die Kerzen am Christbaum kürzer brennen.

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