Neuer Briefband zu Annette Kolb„Lieber tot als mundtot“

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„Ich habe etwas zu sagen!“ Diese frühe Überzeugung trieb die Schriftstellerin Annette Kolb (1870-1967) an.
„Ich habe etwas zu sagen!“ Diese frühe Überzeugung trieb die Schriftstellerin Annette Kolb (1870-1967) an. Christa Feiler / Münchner Stadtbibliothek Monacensia

Die furchtlose Schriftstellerin und Pazifistin Annette Kolb pflegte Freundschaften mit den berühmtesten Kollegen ihrer Zeit. Ihre Korrespondenz mit Thomas Mann, Kurt Tucholsky oder Ilse Aichinger ist nun in einem neuen Briefband nachzulesen.

Von Antje Weber

Diese Frau traute sich was. „Lieber tot als mundtot“ war Annette Kolbs Motto, und die Schriftstellerin und Pazifistin beherzigte es mündlich wie schriftlich. Sie setzte sich für die deutsch-französische Freundschaft ein, als dies im Ersten Weltkrieg noch undenkbar schien. Und sie scheute, nur zum Beispiel, in einem Jahr wie 1934 nicht davor zurück, in ihrem Roman „Die Schaukel“ eine „Dankesschuld dem Judentum gegenüber“ unterzubringen, dem herrschenden nationalsozialistischen Ungeist zum Trotz.

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