bedeckt München

Altstadt:Mehr Aufenthaltsqualität für die Unterführung

Es soll nicht nur eine Passage für interdisziplinäre Kunst sein, sondern ein belebter Ort. Wenn es nach der CSU im Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel geht, dann könnte das Maximilansforum, also die Fußgängerunterführung unter Maximilianstraße und Thomas-Wimmer-Ring samt Ausstellungsraum des Kulturreferats, schöner aussehen und viel belebter sein. In einem Antrag forderte sie in der jüngsten Sitzung die Stadt München auf, aus diesem Ort mehr zu machen, den Raum in zentraler Lage noch mehr zu nutzen. Ziel sei es, so heißt es in dem Antrag, "ein Konzept für eine Sanierung beziehungsweise die zukünftige bauliche Gestaltung zu erarbeiten und umzusetzen." Bernhard Wittek (CSU) erklärte: "Dieses Forum ist mir eine Herzensangelegenheit." Es sei so schade, dass man das Potenzial des schönen Raumes nicht weiter ausnutze.

Dass das Maximilansforum schöner werden soll, darin war sich das Gremium einig. Alle Fraktionen sehen in dem öffentlich zugänglichen Raum mit seinen Kunstschaufenstern eine Chance, den laut CSU- Antrag doch etwas "heruntergekommenen Eindruck" auszugleichen. Nicht einig war man sich in der Formulierung des Wunsches. Ein Konzept "zu erarbeiten und umzusetzen" - das bedeute, so befürchtete Markus Stadler (Grüne), dass die Stadt alles allein machen könne. Man hätte im BA aber schon gerne ein Mitspracherecht. "Was ist", fragte Stadler, "wenn uns dieser Vorschlag der Stadt gar nicht gefällt?"

Das Gremium stimmt dem CSU-Antrag zu, änderte aber eine Formulierung. Die Stadt solle ein Konzept für die Sanierung erarbeiten und "in den üblichen kommunalpolitischen Entscheidungsprozess einbringen". So kann der BA bei der Planung noch ein Wörtchen mitreden.

© SZ vom 29.12.2020 / ole
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