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Altstadt/Lehel:Ohne Geschepper

Am Thomas-Wimmer-Ring sollen Wertstoffcontainer unter die Erde

Die künftige Tiefgarage mit ihren 520 Parkplätzen, die zurzeit am Thomas-Wimmer-Ring entsteht, gehört zu den größten Bauprojekten in der Innenstadt. In diesem Zusammenhang spielen auch Detailplanungen eine wichtige Rolle. Der Bezirksausschuss (BA) Lehel-Altstadt will klären lassen, wo auf der neugestalteten Fläche über der Tiefgarage eine sogenannte Wertstoff-Insel mit Altglas-, Kleider- und Verpackungsmüll-Behältern untergebracht werden kann. Wolfgang Püschel (SPD) stellt sich dabei im Bereich vor dem Knöbelblock eine moderne Sammelstelle mit Unterflur-Containern vor. Der BA bittet einstimmig den Bauherren für die Tiefgarage, das Unternehmen Wöhr und Bauer, diesen Standort zu realisieren.

Gleich nach dem Start der Bauarbeiten am Thomas-Wimmer-Ring sei die Wertstoffinsel, an der die Anwohner zwischen der Maximilianstraße und dem Isartor ihren Müll ablieferten, im Weg gewesen und habe beseitigt werden müssen, hieß es im BA. Alle von den Lokalpolitikern vorgeschlagenen Ausweichstandorte in der Umgebung seien von der Verwaltung mit verschiedenen Begründungen abgelehnt worden: zu nahe an Wohnhäusern, zu hohe Lärmentwicklung, Wegfall von Parkplätzen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Bewohner im Umfeld des Thomas-Wimmer-Rings bräuchten aber dringend eine Möglichkeit, ohne lange Umwege ihren Wertstoff-Müll loszuwerden, sagte Püschel. Aus Sicht des BA könnte eine solche Sammelstelle relativ zügig im Zusammenhang mit den Arbeiten an der Tiefgarage vor dem Knöbelblock errichtet werden. Dann könne man auch gleich die Container unterirdisch anbringen. Das sei nicht nur ein optischer Vorteil, die Anwohner seien so auch besser vor Lärm geschützt. Allerdings kosten unterirdische Container mehr als herkömmliche Sammelbehälter. Außerdem muss geklärt werden, ob die Unterflur-Anlagen nicht Versorgungsleitungen in die Quere kommen. Auf jeden Fall will der BA eine rasche Entscheidung am Thomas-Wimmer-Ring.

© SZ vom 21.09.2017 / DÜ.

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