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Altstadt:Das große Ganze im Blick

Wunschtraum: Ein Bach könnte durch die neugestaltete Grünanlage an der Herzog-Wilhelm-Straße fließen.

(Foto: Visualisierung: Ingenieurbüro Patscheider und Partner)

Positionspapier zur Aufwertung der Herzog-Wilhelm-Straße wird verabschiedet

Im Zusammenhang mit den Planungen für eine bessere Gestaltung des Areals zwischen dem Sendlinger Tor und dem Stachus entlang der Herzog-Wilhelm-Straße, warnt der Bezirksausschuss (BA) vor einer zu kleinteiligen Betrachtung des Gebiets. Wenn man dieses lange vernachlässigte Stück Altstadt nun aufwerten wolle, müsse das im Kontext des gesamten Hackenviertels mit seinen Neubauprojekten geschehen, heißt es in einem einstimmig verabschiedeten Positionspapier des Bezirksausschusses.

In der Stellungnahme, die von Peter Pinck (SPD), Wolfgang Püschel (SPD) und Andrea Stadler-Bachmaier (Grüne) verfasst wurde, begrüßen es die Lokalpolitiker, dass Bewegung in die jahrzehntelange Diskussion um die Aufwertung der Herzog-Wilhelm-Straße kommt. Die Grünanlage dort ist alles andere als eine Idylle. Obdachlose, Drogenabhängige oder auch lärmende Partygänger sorgen oft dafür, dass sich Anwohner belästigt fühlen und viele Bürger diesen an sich angenehmen Ort meiden. Der Stadtrat hat das Baureferat beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zur Neugestaltung der Grünanlage vorzulegen. Ein eigener Arbeitskreis, dem Experten aus Politik und Verwaltung, Umweltschützer und Vertreter des Stadtplanungs-Vereins Münchner Forum angehören, beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Thema.

Der Bezirksausschuss kann sich gut vorstellen, dass der verborgen unter der Altstadt fließende Westliche Stadtgrabenbach an die Oberfläche geholt wird. Sollte dies nicht möglich sein, müssten etwa Brunnen oder andere Wasserflächen angelegt werden. Besonders wichtig ist dem BA, den Spielplatz schön zu gestalten und dafür auch entsprechend Geld zu investieren.

Vor alle müsse aufgezeigt werden, wie sich die neuen Projekte am sogenannten Sattlerplatz, die vor Kurzem eingerichtete Fußgängerzone Sendlinger Straße, die vorgesehene Neugestaltung des Areals um das Sendlinger Tor oder eine mögliche Überbauung der breiten Zufahrtsrampen zur Stachus-Tiefgarage auf das Hackenviertel auswirken würden.

Die Arbeitsgruppe trifft sich im Mai zu einer weiteren Sitzung. Wann sich der Stadtrat wieder mit der Herzog-Wilhelm-Straße befasst, steht noch nicht fest. .