Altstadt:Bündnis organisiert Menschenkette gegen Rassismus

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menschenkette grafik

Sonntagmittag beginnt die Aktion am Stachus, von dort aus soll sich später die Menschenkette formieren.

Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften und Hilfsorganisationen rufen zu der Aktion auf, die in mehreren Städten stattfindet.

Mit einer Menschenkette wollen Organisationen und Religionsgemeinschaften am kommenden Sonntag ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit setzen. Die Aktion "Hand in Hand gegen Rassismus - für Menschenrechte und Vielfalt" wird am Wochenende bundesweit in mehreren Städten stattfinden. Auch in München hat sich ein breites Bündnis zusammengeschlossen, das dazu aufruft, sich am Sonntag, 19. Juni, um 12 Uhr am Stachus zu versammeln.

Mit dabei sind unter anderem der Verein "München ist bunt", der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Münchner Migrationsbeirat, die Kirchengemeinden, die Israelitische Kultusgemeinde und die Organisation Terre des Hommes. "Mit der Menschenkette wollen wir klar zeigen, dass Rassismus in Deutschland keine Chance hat", sagt Anna Dannecker vom Jungen Bündnis für Geflüchtete. Die aktuelle Mitte-Studie der Universität Leipzig, derzufolge Vorurteile gegen Muslime, Flüchtlinge und Homosexuelle zunehmen, mache deutlich, wie wichtig es sei, sich für Vielfalt einzusetzen, so Simone Burger vom DGB.

Am Sonntag ist zunächst eine Kundgebung am Stachus geplant, bei der unter anderem die Grünen-Politikerin Claudia Roth, Nükhet Kivran vom Migrationsbeirat sowie Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften sprechen werden. Oberbürgermeister Dieter Reiter unterstütze die Menschenkette sehr, sei aber leider am Sonntag verhindert, teilt Christian Vorländer, SPD-Stadtrat und stellvertretender Vorsitzender von München ist bunt mit.

Begleitet wird die Veranstaltung mit Musik von den Young Chinese Dogs, dem Syrischen Friedenschor und Zoo Escape. Bei Regen wird die Kundgebung in die St. Matthäus-Kirche verlegt. Gegen 13.30 Uhr soll eine Menschenkette durch die Stadt gebildet werden. Sie soll die Kirche Sankt Michael, das Forum für Islam, die St.-Matthäus-Kirche, die Israelitische Kultusgemeinde und die griechisch-orthodoxe Salvatorkirche umfassen.

Unter einem ähnlichen Motto ruft Amnesty International am Samstag zu einer weiteren Aktion auf. Mitglieder der Menschenrechtsorganisation wollen in bayerischen Städten (München: 11 Uhr, Sendlinger Straße 8) mit bunten Regenschirmen auf die Straße gehen, um Zeichen gegen rassistische Gewalt zu setzen.

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