Süddeutsche Zeitung

Allgäu:Vorzugsweise Kässpatzen

Hervorragend vermarktet: der Allgäuer Kommissar Kluftinger des Autoren-Duos Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Von Sabine Reithmaier

2003 erschien "Milchgeld", der erste Roman um den eigenwilligen Allgäuer Kommissar Kluftinger, und entwickelte sich sofort zum Überraschungsbestseller. Inzwischen dürfte der Kemptner Ermittler neben Rita Falks Eberhofer der bestvermarktete Kommissar sein. Und das obwohl die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr erst nach sechs Millionen verkauften Bücher im Band 10 (2018) das Geheimnis um den kompletten Vornamen des Helden lüfteten: Adalbert Ignatius. Dass sein zweiter Vorname übersetzt "der Feurige" bedeutet, weiß man seit Band 4.

Die Kluftinger-Krimis, die sich durch Humor und Witz auszeichnen, funktionieren dank ihres bodenständigen Protagonisten. Der wohnt in Altusried, liebt Kässpatzen, schlägt die große Trommel im Musikverein, mag keine Leichen, obwohl er davon in jedem Band einige aushalten muss. Über sein Alter weiß man nichts Genaues, gefühlt ist er seit jeher zwischen 50 und 60 Jahre alt. Wo genau er ermittelt, ist der Kluftinger-Karte auf der Homepage der Autoren zu entnehmen. Auf ihr sind die Schauplätze verzeichnet, längst hat sich ein Kluftinger-Tourismus entwickelt.

Nach zehn Bänden gönnte sich das Autorenduo eine Pause und einen Genrewechsel. Doch im September erscheint mit "Funkenmord" der elfte Band.

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Quelle:
SZ vom 20.05.2020
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