Allacher Tunnel:Ideen gegen den Sanierungs-Kollaps

Allacher Tunnel: Immer wieder gestaut - selbst bei funktionierendem Tunnelbetrieb: der Allacher Tunnel im Verlauf der A99.

Immer wieder gestaut - selbst bei funktionierendem Tunnelbetrieb: der Allacher Tunnel im Verlauf der A99.

(Foto: Catherina Hess)

Die mehrjährigen Arbeiten am Allacher Tunnel werden Durchgangsverkehr in die angrenzenden Stadtviertel lenken. Ein erster Lösungsvorschlag kommt von der Autobahn-Gesellschaft des Bundes: eine Mobilitätsstation an der Langwieder Seenplatte.

Von Ellen Draxel

Acht Jahre lang soll die Sanierung des Allacher Tunnels im Verlauf der Autobahn A99 dauern - nach derzeitiger Planung. Für diese Zeit müssen Lösungen gefunden werden, um zu verhindern, dass die angrenzenden Stadtbezirke im Schleichverkehr ersticken. Eine Idee, mit der die Autobahn GmbH des Bundes bereits an den Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied herangetreten ist, ist die Situierung einer Mobilitätsstation am Parkplatz der Langwieder Seenplatte. Die Lokalpolitiker begrüßen den Vorschlag "grundsätzlich", sowohl Sharing-Angebote als auch Pendlerbusse zu den großen Arbeitgebern im Münchner Westen könnten ihrer Meinung nach an der Kreuzkapellenstraße angesiedelt werden.

Dass sich solch eine Mobilitätsstation zugleich positiv auf die Verkehrsströme rund um die Seenplatte in der Badesaison auswirken würde, macht den Vorschlag aus stadtteilpolitischer Sicht umso charmanter. Denn an heißen Sommerwochenenden kommt es regelmäßig zu Rückstaus auf der Autobahnausfahrt wie auch auf der Eschenrieder Hauptstraße. Geklärt werden soll nun aber zunächst, ob das Mobilitätsangebot an dieser Stelle tatsächlich sinnvoll positioniert ist.

Mit einem interfraktionellen Antrag bitten die Bürgervertreter die Stadt, eine Verkehrsanalyse und eine Machbarkeitsstudie zu erstellen, die eine mögliche Reduzierung des Verkehrs darstellt und dabei auch ermittelt, wie eine Konkurrenz von Pendlern und Badegästen vermieden werden kann.

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