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Allach/Untermenzing:Leben in der Totholzhecke

Winterquartier für Kleintiere als Pilotprojekt geplant

Der Bezirksausschuss möchte ein Pilotprojekt im 23. Stadtbezirk installieren. Auf Initiative der Grünen soll das Baureferat in Zusammenarbeit mit dem Planungsreferat städtische Flächen auswählen, auf denen kombinierte Totholzhecken sowie Haufen mit Schnittgut als Winterquartier für Igel, Insekten und Amphibien angelegt werden können. Totholz- oder auch Benjeshecken kämen Amphibien, Insekten und Säugetieren zugute und förderten durch das Aufwachsen von einheimischem Saatgut stabile und gesunde Hecken, begründen die Grünen das Anliegen. Kombiniert mit etwa Weißdorn garantierten sie auch konkurrenzschwachen Arten, sich entfalten zu können. Hinzu komme, dass es den Hecken in vielen Bereichen im Stadtbezirk an dichtem Unterwuchs fehle, von daher seien Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten für Wildtiere rar.

Erreichen wollen die Grünen mit diesem Versuch auch, Ressentiments gegen Totholzhecken abzubauen, allgemeingültige Voraussetzungen für geeignete Standorte entwickeln sowie Probleme erkennen und lösen zu können. Keinesfalls hören wollen die Grünen von der Stadt Verweise auf andere Maßnahmen, wie bei ihrem Antrag vor fünf Jahren auf Laubhaufen für Igel, wie sie eigens betonen. Sie bitten um eine konkrete Umsetzung des Antrags. Das Gremium folgte dem einstimmig ohne Diskussion.

© SZ vom 27.11.2020 / anna
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