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Allach/Untermenzing:Kilometerlange Umwege

Ausbau der Ludwigsfelder Straße nervt Bewohner der Hackersiedlung

Anwohner der Hackersiedlung fühlen sich wegen des Ausbaus der Ludwigsfelder Straße zunehmend ausgebremst, teils sogar in der beruflichen Existenz gefährdet. Wolle man mal eben eine Frühstückssemmel beim einen Kilometer entfernten Bäcker in Richtung Eversbuschstraße holen, komme man zwar noch gut hin, sagte eine Anwohnerin des Storchenwegs in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses. Doch bei der Rückfahrt müsse man wegen der Einbahnregelungen an der Baustelle mehrere Kilometer Umwege fahren, um wieder in die Siedlung zu kommen. Die ist mit dem Auto einzig über die Ludwigsfelder Straße erreichbar. Bei der östlichen Variante seien es neuneinhalb Kilometer Umweg für jeden Einkauf, über Moosach elf Kilometer, wiederholte sie ihr Anliegen in der Bürgersammlung. Das sei eine Zumutung.

Die Frau sieht mittlerweile auch ihre Existenz bedroht. Sie sei selbständige Fußpflegerin und darauf angewiesen, für Kunden gut erreichbar zu sein, sagte sie. "Wie lange das bei den Umständen meine Kunden noch mitmachen, kann ich nicht sagen." Sie bat die Stadtviertel-Vertreter, sich dafür einzusetzen, während der Bauzeit vorübergehend den südlichen Zuweg in Richtung Angerlohe öffnen zu lassen. Dieser sei mit Betonringen versperrt und liege auf Privatgrund, sei aber schon einmal wegen eines anderen Vorhabens geöffnet worden. Der Eigentümer werde dies nicht ganz umsonst machen, meinte die Frau. Die Welt dürfte es aber auch nicht kosten. Der BA sagte zu, den Vorschlag an die Stadt weiterzureichen.

In seiner Antwort in der Bürgerversammlung räumte Peter Geck aus dem Kreisverwaltungsreferat dem Anliegen schlechte Aussichten ein. Um die Privatstraße für den öffentlichen Verkehr freigeben zu können, müsse diese verkehrssicher hergestellt werden, sagte er. Man könne bei den Eigentümern zwar nachfragen. Für realistisch halte er eine Öffnung aber nicht. Zudem eröffne man damit auch Schleichverkehr den Weg.