Allach/Untermenzing Gerangel um zehn Plätze

Stadt will Schulparkplatz nicht für Friedhofsbesucher öffnen

Der Bezirksausschuss will es nicht hinnehmen, dass die Stadt den Schulparkplatz an der Eversbuschstraße 182 nicht für Kirchen- und Friedhofsbesucher öffnen möchte. "Das Schreiben macht deutlich, dass die Verantwortlichen einfach keine Lust dazu haben", sagte Grünen-Sprecher Falk Lamkewitz in der Sitzung am Dienstagabend.

In seiner Absage spricht das Referat für Bildung und Sport (RBS) davon, dass es "äußerst schwierig zu bewältigen" sei, die zehn Parkplätze außerhalb der Schulzeiten zu öffnen. Zunächst bedürfe es eines zusätzlichen Zauns innerhalb der bestehenden Umzäunung. Dies sei aber problematisch, da die Anfahrtszone für die Feuerwehr direkt über diesen Parkplatz verlaufe. Im Brandfall müsste die Feuerwehr neben dem Schultor dann noch eine zweite Tür öffnen, um auf das Gelände zu gelangen. Zudem nutzten Vereine außerhalb der Schulzeit diese Parkplätze, die ihnen zur Verfügung gestellt werden müssten. Und es fänden Schulveranstaltungen auch außerhalb von Schulzeiten statt. Außerdem befürchte die Schule "Vandalismus, Parkschäden, Verunreinigungen aller Art sowie ständige Auseinandersetzung mit Dauerparkern".

Warum es mit den Vereinen funktioniert und ausgerechnet von Friedhofsbesuchern und Kirchgängern "Vandalismus" erwartet werde, blieb den Lokalpolitikern ein Rätsel. "Der öffentliche Raum wird immer weniger, deshalb macht es Sinn, den Platz zu teilen", sagte Christiane Schenk (SPD). Schließlich sei dies öffentlicher Grund, wofür der Bürger Steuern zahle, sagte der Behinderten- und Seniorenbeauftragte Johann Wagner (CSU). Immer werde nur darauf geachtet, was nicht gehe, warf er der Stadt vor. Die Bürgervertreter jedenfalls zeigten sich davon überzeugt, dass sich ihr Ansinnen mit ganz einfachen Mitteln kostengünstig realisieren lasse. Der Verweis des RBS auf die Parkplätze beim ehemaligen Sommerbad nutze auch nichts: Die seien viel zu weit weg.