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Allach/Untermenzing:Anlieger scheitern mit Petition

Landtag: Wohnen-für-alle-Projekt ist in geplanter Größe zulässig

Der Petitionsausschuss des bayerischen Landtags hat die Eingabe der Bürgerinitiative gegen das Wohnen-für-alle-Projekt an der Erwin-Schleich-Straße abgewiesen. Das Gremium schloss sich dabei laut Auskunft des Ausschuss-Berichterstatters, des CSU-Abgeordneten Benjamin Miskowitsch, einstimmig der Stellungnahme des bayerischen Staatsministeriums für Bauen, Wohnen und Verkehr an. Dieses stufe die bauliche Nutzung des Vorhabens trotz einer Überschreitung von 16,02 Prozent als genehmigungsfähig ein. Rechtlich sei alles zulässig.

Zugleich erging aber auch ein Appell des Petitionsausschusses an die Landeshauptstadt München und deren kommunale Wohnungsbaugesellschaft Gewofag, die Abweichung zu überdenken und anzupassen. Sie sollten die vorhandene Umgebung aus Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften berücksichtigen und die künftigen Wohnungen so belegen, dass eine gute Nachbarschaft entstehen könne. Die Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünfläche hat in der geplanten Bebauung "massive Verstöße" gegen die Vorgaben geltend gemacht und will die "Dichte", auch an Bewohnern, reduziert haben. Die Gewofag, die das Projekt im Auftrag der Stadt realisiert, ist Kritikern entgegengekommen. Die Bauten werden unterkellert, die Anzahl der Stellplätze wurde erhöht, die der Wohnungen reduziert. Statt ursprünglich 85 Wohnungen werden es nurmehr 52 sein. Einziehen sollen zu 49 Prozent wohnungssuchende Haushalte, und zu 51 Prozent anerkannte Flüchtlinge. Doch auch die abgespeckte Version war den Petenten noch zu viel.

Er könne die Bedenken der Anlieger verstehen, sagte Ausschuss-Berichterstatter Miskowitsch. Andererseits sei ersichtlich, dass sich die Gewofag bei ihrer Planung schon Gedanken gemacht habe, damit die Neubauten "im Groben" zur vorhandenen Bebauung passten. Der Bebauungsplan sehe lange Reihenhauszeilen und -riegel vor. Hiervon weiche die Baugesellschaft ab. Errichten will sie acht einzeln stehende Baukörper. Miskowitsch zufolge habe zudem klar sein müssen, dass die Wiese wegen des bestehenden Bebauungsplans nicht für immer eine Wiese bleiben werde. Von der Bürgerinitiative selbst war trotz mehrfacher Versuche keine Stellungnahme zu erhalten.