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Alarm bei der Feuerwehr:Münchner kauft auf Flohmarkt radioaktives Gerät

Auf einem Flohmarkt hat ein Münchner ein Gerät gekauft. Ein Bekannter wunderte sich und warnte, der Apparat könne radioaktiv verseucht sein. Der Mann ging zur Feuerwehr - und erlebte eine Überraschung.

Ein 44 Jahre alter Münchner hat auf einem Flohmarkt eine radioaktiv strahlende Gerätschaft aus dem frühen 20. Jahrhundert erworben.

Diesen radioaktiven Emanator-Apparat hat ein Münchner nichtsahnend auf dem Flohmarkt gekauft.

(Foto: Polizei München)

Der Mann habe - alarmiert von Bekannten - den sogenannten Emanator bereits am Mittwoch bei der Münchner Feuerwehr abgegeben, berichtete die Polizei am Sonntag. Messungen hätten eine Verstrahlung mit radioaktivem Radon ergeben. Experten des Landesamtes für Umweltschutz konnten die Strahlenquelle entfernen und zum Institut für Strahlenschutz bringen. Von dort aus wird das Gerät zur Sammelstelle für radioaktive Abfälle in Mitterteich gebracht.

Emanatoren wurden der Mitteilung zufolge bis in die 1930er Jahre des letzten Jahrhunderts verwendet, um Trinkwasser für Radonkuren radioaktiv anzureichern. Der 44-Jährige hatte beim Kauf des Geräts in München nach eigenen Angaben davon nichts gewusst.

Der Umgang mit einem solchen Apparat ist laut Polizeiangaben ungefährlich, die ausgebaute Strahlenquelle könne jedoch gesundheitliche Schäden verursachen.

© Süddeutsche.de/tob/dapd
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