Akram Khans „Turning of Bones“ in der MuffathalleEin Tanz auf Leben und Tod

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Der Fremde greift nach dem heiligen Wissen des Stammes: ein unverzeihlicher, tödlicher Frevel in Akram Khans „Turning of Bones".
Der Fremde greift nach dem heiligen Wissen des Stammes: ein unverzeihlicher, tödlicher Frevel in Akram Khans „Turning of Bones". Jeanette Bak

Der britisch-bangladeschische Meisterchoreograf Akram Khan bringt mit der Stuttgarter Gauthier Dance Company ein überwältigendes Tanzritual auf die Bühne.

Kritik von Jutta Czeguhn

Am Ende taucht er nicht auf, um Einhalt zu gebieten, der Engel Gottes. Das Menschenopfer muss vollzogen werden. Der Stein, oder ist es ein Schädelknochen, rauscht mit Wucht hernieder. Der Klan, dicht gedrängt im Kreis, verdeckt die Sicht auf diesen Ritualmord. Die junge Frau hat pflichtschuldig ihren Geliebten, den Fremden, erschlagen. Doch nun ist sie erstarrt, verlässt die Sippe, wie Orpheus sucht sie ihn im Totenreich und begegnet doch nur seinem Schatten. „If I must die, you must live to tell our story“, hört sie ihn sagen. „Wenn ich sterbe, leb’ du weiter und erzähl’ unsere Geschichte.“

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