Ärgernisse bei Basic Pannenshow im Biomarkt

Hausverbot für Priemeier

Inzwischen hat der Umsatz angeblich wieder Vor-Schwarz-Niveau erreicht, sollte aber laut Plan viel höher liegen. Die Lieferanten liefern wieder, die Protest-Zettel sind von den Pinnwänden verschwunden, und auch das mea culpa der Geschäftsleitung: "Unsere Kunden und viele unserer Lieferanten haben uns den Weg aufgezeigt. Dafür sind wir dankbar." Schwarz hat seine 23 Prozent an Basic weitergereicht an die Schweizer ASI Nature Holding. Die ist nun mit rund 40 Prozent Hauptaktionär, doch welchen Kurs sie einschlägt, ist noch offen, entsprechend bange ist der Führungscrew.

Die ist gut rausgekommen aus der missratenen Liaison: Muhle ist nach wie vor Chef des Aufsichtsrats. Häni hat sich aus freien Stücken als Bioproduzent nach Rumänien zurückgezogen. Spanrunft, der einstige Schwarz-Befürworter, ist alleiniger Vorstand. Und Schweisfurth, dessen Blanko-Vollmacht an Priemeier den Schwarz-Deal ermöglichte, ist zum Aufsichtsrat und starken Mann avanciert. Die Strafanzeige gegen Priemeier übrigens begründet man auch damit, dass Manager für ihre Verfehlungen zur Verantwortung zu ziehen seien.

Priemeier sitzt derweil in Simbach am Inn, wo er eine Bio-Mühle betreibt. Er sagt, die Ehe mit Schwarz wäre das Beste für Basic gewesen, und: "Ich bin überzeugt, dass ich nichts falsch gemacht habe." Der Basic-Slogan "Bio für alle" gilt für ihn nicht mehr. Er hat Hausverbot, aber ihm gehören noch rund 20 Prozent der AG, und er kämpft, um zumindest wieder einkaufen zu dürfen in seiner Firma. Immerhin, beliefern darf er Basic weiterhin, mit Mehl aus seiner Mühle.