München und BayernVorfreude auf 2026 – das sind die kulturellen Höhepunkte

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Kracher dürften die Konzerte der „Toten Hosen“ am 8. und 9. Juli im Olympiapark München werden (im Bild: Sänger Campino). Doch auch auf kleinere, spannende Veranstaltungen darf man sich 2026 freuen.
Kracher dürften die Konzerte der „Toten Hosen“ am 8. und 9. Juli im Olympiapark München werden (im Bild: Sänger Campino). Doch auch auf kleinere, spannende Veranstaltungen darf man sich 2026 freuen. David Young/dpa

Gerhard Polt gemeinsam mit Josef Hader und die Rückkehr des Reggae-Summer: Auf diese Ereignisse freut sich die SZ-Kulturredaktion 2026 besonders. Persönliche Tipps aus Film, Literatur, Theater, Kunst und Musik.

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Der Kini als Serienheld

Crime goes history: Der junge Berliner Schauspieler Luis Pintsch spielt in „Ludwig II.0“ den bayerischen Märchenkönig.
Crime goes history: Der junge Berliner Schauspieler Luis Pintsch spielt in „Ludwig II.0“ den bayerischen Märchenkönig. W&B Television/ARD Degeto Film

Gerade erst lief im Filmmuseum Luchino Viscontis vierstündiges Epos über Ludwig II, mit Helmut Berger in der Titelrolle (Wiederholung am 14. Februar). Der bayerische Märchenkönig starb vor 140 Jahren, der Visconti-Film ist auch schon über ein halbes Jahrhundert alt. Höchste Zeit also für ein Wiedersehen: Im Herbst begannen die Dreharbeiten zu „Ludwig II.0“, zu sehen sein soll die Serie in der ARD (hoffentlich noch 2026). „Ein ewig Rätsel will ich bleiben“, sagte der Kini einmal, spätestens durch seinen rätselhaften Tod dürfte ihm das gelungen sein. Hier setzt auch die Serie an: Ein Sonderermittler soll 1886 die Umstände von Ludwigs Ableben aufklären, dabei sticht er in ein politisches Pulverfass. Eine Mischung aus History und True Crime soll es werden, versprechen die Produzenten: Des Königs ewiges Rätsel sollen sie gar nicht enthüllen, auf die Serie freut man sich aber schon jetzt. Josef Grübl

Treffen zweier Kabarett-Giganten

Sind Gerhard Polt und Josef Hader je zusammen aufgetreten? Am 26. Januar ist es soweit, in der neuen Lach- und Schieß.
Sind Gerhard Polt und Josef Hader je zusammen aufgetreten? Am 26. Januar ist es soweit, in der neuen Lach- und Schieß. Oliver Hochkeppel

Sie sind natürlich seit Jahrzehnten befreundet und haben vor zehn Jahren dem SZ-Magazin auch schon einmal ein Doppelinterview gegeben. Doch sind Gerhard Polt und Josef Hader je zusammen aufgetreten? Wenn ja, dann muss es länger her sein, als es das Internet-Gedächtnis auf die Schnelle ausspuckt. Dank der Wiederauferstehung der Lach- und Schießgesellschaft ist es jetzt soweit. Schon am 26. Januar werden die beiden Kabarett-Giganten „Eigenes und Fremdes“ (so der Programmtitel) erzählen. Die beiden könnten vermutlich auch die Olympiahalle füllen, das Lach- und Schieß-Interimsquartier, der ehemalige Kleine Konzertsaal des alten Gasteig mit seinen maximal 190 Plätzen, ist dementsprechend bereits restlos ausverkauft. Ein Termin also, bei dem es ein echtes Privileg ist, als SZ-Kritiker eingeteilt zu werden. Oliver Hochkeppel

Jazzstars im Doppelpack

Jazzkonzert der Extraklasse: Sängerin Diane Reeves feiert zusammen mit dem Saxofon-Meister Branford Marsalis den 100. Geburtstag von John Coltrane.
Jazzkonzert der Extraklasse: Sängerin Diane Reeves feiert zusammen mit dem Saxofon-Meister Branford Marsalis den 100. Geburtstag von John Coltrane. Jerris Madison

Wenn Stars auf Tour gehen, greift oft das Highlander-Motto: Es kann nur einen geben – schon aus Gründen der Gewinn-Maximierung. Kurt Elling, der wohl beste, weil vielseitigste lebende Jazz-Sänger, durchbricht dieses Muster gern und oft. Mit Branford Marsalis, mit Charlie Hunter oder mit den Yellowjackets ist er in jüngerer Zeit unterwegs gewesen.

2026 wird er sich mit Christian Sands zusammentun, einem der herausragenden aktuellen amerikanischen Pianisten, der wie Elling auf den Grundlagen der Jazz-Tradition stets nach neuen Wegen sucht. Bislang stehen nur Konzerte in den USA im Tourplan, es bleibt stark zu hoffen, dass die beiden dann auch nach Europa und München kommen. Sicher ist bereits, dass Saxofon-Großmeister Branford Marsalis im November mit Gesangsstar Dianne Reeves in der Isarphilharmonie zu Gast sein wird, um den 100. Geburtstag von John Coltrane zu feiern. Oliver Hochkeppel

Theater-Monat der Frauen

Jette Steckel führt wieder Regie an den Münchner Kammerspielen: Am 6. März 2026 hat „Meister und Margarita“ Premiere.
Jette Steckel führt wieder Regie an den Münchner Kammerspielen: Am 6. März 2026 hat „Meister und Margarita“ Premiere. Pascal Büning

Am 8. März ist Weltfrauentag. Die Münchner Kammerspiele und das Residenztheater würdigen das 2026 mit vier starken Regisseurinnen, die im Monat März an den beiden Häusern ihre neuen Inszenierungen herausbringen. Gut, vielleicht war es nicht ganz Absicht, dass es diese Dichte zu diesem Zeitpunkt gibt. Gleichwohl: Im März darf man einiges erwarten. So kommt am 6. März Jette Steckels „Meister und Margarita“ in den Kammerspielen heraus. Er folgt auf ihre grandiose „Mephisto“-Produktion.

Claudia Bossard, die dem Münchner Publikum bislang vom Volkstheater bekannt ist, inszeniert am Residenztheater Peter Weiss’ „Marat / Sade“ am 21. März. Fünf Tage später bringt dort Rieke Süßkow „Bernarda Albas Haus“ auf die Bühne. Süßkow wurde 2023 und 2024 mit formstarken Arbeiten zum Theatertreffen Berlin eingeladen. Und schließlich hat Nora Abdel-Maksouds neues Stück „Wokey Wokey“ am 27. März in den Kammerspielen Premiere – ein Datum, das sich die Fans von „Jeeps“ und „Doping“ vormerken sollten. Yvonne Poppek

Endlich ein Wahlkampf mit Kultur

Die Initiatorinnen des „Bündnis Kultur“ Christiane Pfau und Kathrin Schäfer (v. li.).
Die Initiatorinnen des „Bündnis Kultur“ Christiane Pfau und Kathrin Schäfer (v. li.). Armin Smailovic

Jahrzehntelang galt in Bayern: Wer in Wahlkampfzeiten Positionen der Parteien zur Kulturpolitik vermisste, war nur zu faul zum Suchen. Und wenn er dann doch mal tiefer in ihre Wahlprogramme eintauchte, fand er trotzdem wenig bis nichts. Im Vergleich zu Wirtschafts-, Verkehrs- oder Migrationsthemen erschienen Nöte und Gestaltungsräume der Kreativen, Künstler und Kulturschaffenden schnurz. Egal, wie viele Milliarden an Steuergeldern nicht zuletzt in den kommenden Jahren in Kulturbauten und -Institutionen fließen werden, um sie vor dem physischen oder inhaltlichen Einsturz zu bewahren.

In diesem Jahr könnte sich das endlich grundlegend ändern. Die Ursache dafür: bürgerschaftliches Engagement. Im Freistaat hat sich noch in Zeiten der Pandemie die Initiative Kulturzukunft Bayern gegründet, ein Zusammenschluss von Freundeskreisen Dutzender Kulturinstitutionen wie der Freunde des Nationaltheaters, des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, der Hochschule für Musik und der Stiftungsrat der Pinakothek der Moderne. Mehr als 17 000 Mitglieder sind auf diese Weise organisiert. Und die Köpfe der Initiative, der Ökonom Markus Michalke und die Kulturmanagerin Anna Kleeblatt, sind mittlerweile eng vernetzt mit Bayerns Kunst- und Wissenschaftsministerium.

In der Stadt München wiederum gibt es erstmals das „Bündnis Kultur, das am 8. März bei der Kommunalwahl mit auf dem Stimmzettel stehen möchte und mit PR-Beraterin Christiane Pfau bereits eine eigene Bürgermeisterkandidatin nominiert hat. Das Bündnis reagiert auf die geplanten Kürzungen im städtischen Kulturetat und will sich dagegen stemmen. Im Moment sammelt es Unterschriften von Unterstützern, um zur Wahl zugelassen zu werden. 1000 sind dafür nötig. Susanne Hermanski

Wagner in allen Varianten

Wie geht's weiter mit dieser schrecklich dysfunktionalen Familie? Wotan (Nicholas Brownlee), Fricka (Ekaterina Gubanova) und Freia (Mirjam Mesak, Hintergrund) in Tobias Kratzers „Rheingold“.
Wie geht's weiter mit dieser schrecklich dysfunktionalen Familie? Wotan (Nicholas Brownlee), Fricka (Ekaterina Gubanova) und Freia (Mirjam Mesak, Hintergrund) in Tobias Kratzers „Rheingold“. Wilfried Hösl

150 Jahre Bayreuther Festspiele. Gefeiert wird das große Jubiläum auf dem Grünen Hügel unter anderem mit dem sogenannten KI-Ring. Die Künstliche Intelligenz wird von der Leine gelassen und darf sich alles schnappen und verschlingen, was sie an Big Data zu Richard Wagner, seinem Œuvre, seiner Rezeptionsgeschichte und seinem Mythos finden kann. Daraus soll sie – in einem „Experiment von visionärer Kraft“ – eine „Inszenierung“ hervorbringen. Kann man sich als Wagnerianer sicher irrsinnig drauf freuen. Oder aber – den sinnlos dahin flimmernden Augmented-Reality-„Parsifal“ noch im visuellen Gedächtnis – Schlimmstes befürchten. Immerhin steht Christian Thielemann im legendären Bayreuther Graben und wird das Musikalische gewiss schön richten.

Nur das Allerbeste versprechen sich die Fans hingegen von Tobias Kratzers „Walküre“ bei den kommenden Münchner Opernfestspielen. Nach seinem überzeugenden, enorm unterhaltsamen „Rheingold“ wird der Landshuter im Nationaltheater die Tetralogie nun fortspinnen. Wieder mit dem großartigen Nicholas Brownlee als Wotan und Vladimir Jurowski am Pult. Alle Wagner-Serienjunkies können diese Premiere am 25. Juni kaum erwarten. Jutta Czeguhn

Getanztes Totenfest

Die Lebenden feiern die Toten: Akram Khans Choreografie „Turning of Bones“, getanzt von der Gauthier Dance Company, ist im Januar im Münchner Muffatwerk zu sehen.
Die Lebenden feiern die Toten: Akram Khans Choreografie „Turning of Bones“, getanzt von der Gauthier Dance Company, ist im Januar im Münchner Muffatwerk zu sehen. Jeanette Bak

Das Tanzgastspiel des Jahres, es wird einem schon im Januar beschert. Der britisch-bengalischen Choreograf Akram Khan kommt mit der Stuttgarter „Gauthier Dance Company“ nach München ins Muffatwerk. Am 28. und 29. Januar geht es dort sprichwörtlich an die Knochen. „Turning of Bones“ nennt der Londoner das Stück, das er mit Eric Gauthiers Truppe einstudiert hat. Khan, Jahrgang 1974, greift auf einen alten Bestattungsritus zurück, die Famadihana-Zeremonie, die hauptsächlich auf Madagaskar praktiziert wird.

Bei diesem Totenfest werden die in Tüchern gehüllten Überreste der Vorfahren unter Gesang und Tanz aus ihren Gräbern geholt. Die Gemeinschaft der Lebenden verbindet sich neu mit Ahnen. Akram Khan hat in dieser Produktion etliche seiner früheren Stücke verwendet, quasi Skelettteile anderer Körper, die seine Tänzerinnen und Tänzer nun zur soghaften Musik von Aditya Prakash zu einer neuen Erzählung über Liebe, Tod und Vergänglichkeit verbinden.  Jutta Czeguhn

Haariges Kunstvergnügen

Langes, dichtes Haar gilt seit jeher als Zeichen von Schönheit, Jugend und Vitalität. Das Profilbildnis einer jungen Frau wird Sandro Botticelli zugeschrieben und ist in der Ausstellung „Haar – Macht – Lust“ der Kunsthalle zu sehen.
Langes, dichtes Haar gilt seit jeher als Zeichen von Schönheit, Jugend und Vitalität. Das Profilbildnis einer jungen Frau wird Sandro Botticelli zugeschrieben und ist in der Ausstellung „Haar – Macht – Lust“ der Kunsthalle zu sehen. Gemäldegalerie, Staatl. Museen Berlin / Christoph Schmidt; PublicDomain 1.0

Von Schönheit und Begehren, Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion erzählt die Ausstellung „Haar – Macht – Lust“, die von 20. März bis 4. Oktober 2026 in der Kunsthalle München zu sehen sein wird. Und zwar nicht anhand staatstragender Dokumente, sondern haariger Köpfe. Denn dass Kopf- und Körperbehaarung mehr sind als ein hübsches optisches Detail, ist klar. Ob viel oder wenig Haar, natürlich oder opulent drapiert, auftoupiert oder kahl rasiert, gepudert oder gefärbt – durch die Jahrtausende stand das Haar als Zeichen von Schönheit, Jugend und Vitalität einerseits.

Andererseits spielten Frisuren aber immer auch eine zentrale Rolle in der Kommunikation von sozialem Status und gesellschaftlichen Normen. Die Ausstellung hinterfragt all dies anhand von mehr als 200 historischen und zeitgenössischen Werken, unter anderem mit Leihgaben aus dem Prado, dem Louvre und dem Rijksmuseum. Zu sehen sind Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videoarbeiten, Schmuckstücke, Möbel, Designobjekte und Couture-Kreationen, die Geschichten und die Geschichte rund ums menschliche Haar erzählen. Evelyn Vogel

Die Freiheit des Worts

Die schweizerisch-rumänische Schriftstellerin Dana Grigorcea wird im kommenden Jahr das Literaturfest München kuratieren und zuvor einen neuen Roman herausbringen.
Die schweizerisch-rumänische Schriftstellerin Dana Grigorcea wird im kommenden Jahr das Literaturfest München kuratieren und zuvor einen neuen Roman herausbringen. Gabi Hirit

„Freiheit!“ Dieses eine Wort, mit einem Ausrufezeichen versehen, ist das klingende Motto des nächsten Literaturfests München. Dana Grigorcea wird es im Frühjahr kuratieren, vom 21. bis zum 30. April. Man sieht die Schriftstellerin förmlich vor sich, wie sie – der New Yorker Freiheitsstatue gleich –  trotzig die Fackel der Freiheit in die Höhe reckt. Und tatsächlich will Grigorcea „trotziger denn je“ die Freiheit in all ihren Facetten feiern. Das ist in verunsichernden Zeiten eine hervorragende Idee – und einer von vielen Gründen, sich auf das Münchner Literaturjahr 2026 zu freuen. Antje Weber

Ansteckendes Lachen

Der HFF-Absolvent Lukas März realisiert im April 2026 gemeinsam mit Kilian Bohnensack (Regie) eine Bühnenadaption von „Timm Thaler“ an der Schauburg.
Der HFF-Absolvent Lukas März realisiert im April 2026 gemeinsam mit Kilian Bohnensack (Regie) eine Bühnenadaption von „Timm Thaler“ an der Schauburg. Manuel Lübbers

Ein unschlagbarer Deal: „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“  wurde 1979 als Weihnachtsserie im ZDF zum Straßenfeger und machte Thomas Ohrner als Titelheld, der sein strahlendes Lachen an einen finsteren Baron verliert, zum Teenie-Idol. Die Romanvorlage aus dem Jahr 1962 stammt von James Krüss, der seiner Zeit um Jahrzehnte voraus war und die Gefahren eines globalisierten Kapitalismus thematisierte, wie er heute allgegenwärtig ist.

Den Romanstoff werden 2026 zwei tolle Nachwuchstalente aus München auf der Bühne der Schauburg realisieren: Lukas März, 32, hat Drehbuch an der Münchner Filmhochschule studiert, Kilian Bohnensack, 26, hat an dem Haus am Elisabethplatz bereits 2022 sein Regiedebüt  „Robinson & Crusoe“ inszeniert, arbeitet seit vergangenem Jahr am Staatstheater Wiesbaden. Vor zwei Jahren lief der wunderbar schräge Kurzfilm der beiden „Die Telefonzelle“ beim Festival Flimmern und Rauschen und bei den Hofer Filmtagen. Da war mitzuerleben, wie Tom eine Überraschungsparty für seine Traumfrau Anna schmeißen will. Doch der einzige freie Raum ist leider nur eine Telefonzelle. Ihr Gemeinschaftswerk „Timm Thaler“ soll am 12. April Premiere haben, auch auf die Besetzung der charismatischen Titelfigur darf man gespannt sein. Barbara Hordych

Rückkehr des Reggae-Summer

Lockere Vibes unter der Kampenwand: Besucher des Chiemsee Reggae Summer im Jahr 2004.
Lockere Vibes unter der Kampenwand: Besucher des Chiemsee Reggae Summer im Jahr 2004. FKP Scorpio

Reggae – ein heikles Terrain. Das muss man im Kopf haben, wenn man an unbeschwerte Sommertage am Chiemsee denkt. Der Drosselrohrsänger kann ein Lied davon singen, weshalb das 1995 gegründete Festival auch bald vom Seeufer auf eine Wiese hinter Übersee umziehen musste. Aber auch dort war es sehr schön: das Bad im Wildbach, die Lockerheit, die Stars aus Jamaika. Gut, Hinterkopfnotiz: Haschisch-Razzien in den Zelten und homophobe Texte, auf die die meisten Besucher damals noch nicht achteten. Jedenfalls wuchs das Festival und wuchs und wuchs, bis es ein fünftägiges Gemischt-Pop-Festival mit 35 000 Besuchern war und 2017 wegen eines Unwetters abgebrochen wurde.

Seitdem war Ruhe. Der große Co-Veranstalter hatte kein Interesse mehr. Aber den Vater der Sause ließ es nie los. Endlich wagt Martin Altmann 2026 allein einen Neustart: Beim Chiemsee Reggae Summer 2026 will er „den alten Spirit“ zurück, will „back to the roots“. Das soll mit einem auf 10 000 Tickets begrenzten Zuschauerzustrom gelingen und einem Fokus auf Reggae und Artverwandtes. Materia ist da, Afrob & Ferris MC, Patrice und Jamaram, so könnte es wieder das entspannteste aller Wiesen-Festivals werden. Gut, der mächtige Capleton kommt auch, den hätte es wirklich nicht gebraucht, weil er offen gegen Schwule gehetzt hat – das sollte man bei aller Vorfreude im Kopf behalten. Michael Zirnstein

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