Landwirtschaft:Jetzt ist die Politik dran

Die Bundesregierung berief eine Kommission ein, um über die Zukunft der Agrarwirtschaft zu beraten. Das Erstaunliche: Diese hat sich geeinigt.

Von Thomas Hummel

In der Landwirtschaft verdichten sich die Probleme der Gegenwart. Die Branche steigert immer weiter die Produktivität, doch die Kollateralschäden nehmen zu. Natur- und Tierschützer laufen Sturm gegen die Art dieses Wirtschaftens, Bauernverbände indes verweisen auf den Weltmarkt und erregen sich über grüne Träumer. Die Landwirtschaft ist zudem für mehr als acht Prozent der Treibhausgase verantwortlich und heizt ein Problem an, unter dem sie selbst mit am stärksten leidet. Wie ist das zu lösen?

Die Bundesregierung hatte die gute Idee, die Streitenden in einen Raum zu setzen und sie aufzufordern, konstruktiv zu werden. Die "Zukunftskommission Landwirtschaft" hat nun alle erstaunt mit Ergebnissen, die einen Weg hin zu mehr Klima-, Umwelt- und Tierschutz weisen. Viele Beteiligte waren verblüfft, dass man sich näher steht als gedacht. So sieht Konfliktlösung aus. Jetzt muss es die Politik nur noch umsetzen.

Was allerdings deutlich wurde: Der Wandel wird Geld kosten. Nicht nur in der Landwirtschaft, auch bei Wasserversorgung, Energie und Verkehr. Angesichts der angespannten Haushaltslage durch die Corona-Krise wird es immer unwahrscheinlicher, dass dies alles ohne höhere Steuern oder ohne neue Schulden zu stemmen ist. Es sei denn, man will die Probleme doch nicht lösen.

© SZ
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