„Das Gebirge machte böse Miene. Das Gebirge wollte seine Ruh ...“, heißt es in einem Gedicht von Erich Kästner über die Zumutungen, welche die Menschen für die Welt der Berge bereithalten. Besonders dürfte das für Deutschlands höchsten Berg gelten, die 2962 Meter hohe Zugspitze. Sie gehört zum Wettersteingebirge und wurde 1820 erstmals bestiegen. Ihr Gipfel ist heute ein Instagram-Fotospot ersten Ranges, drei Bergbahnen befördern gut 600 000 Gäste pro Jahr nach oben zur Gipfelstation. Es gibt weiterhin Skigebiete, Rodelhänge, anspruchsvolle Wanderwege, eine Wetterwarte, eine Sendemastanlage, eine Funkstation, Berghütten und schmelzende Gletscher. Sehr beliebt ist der Gipfel auch für Events aller Art, zuletzt lud hier Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) zum „Asylgipfel“. Zumindest müssen die Teilnehmer ganz oben auf dem Berg nicht befürchten, dass dieses Treffen so endet wie in Kästners Gedicht: „Und mit einer mittleren Lawine / deckte es die blöde Bande zu. / Dieser Vorgang ist ganz leicht erklärlich. / Der Natur riß einfach die Geduld. / Andre Gründe hierfür gibt es schwerlich./ Den Verkehrsverein trifft keine Schuld.“
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Deutschlands höchster Berg, beliebt bei Bergsteigern. Aber vor allem auch bei Touristen und Politikern auf der Suche nach schönen Fotos.
Von Joachim Käppner