Aktuelles LexikonWas ist eine Zitterpappel?

Leuchtendes Gelb zeigt die Zitterpappel (Populus tremula) im Herbst.
Leuchtendes Gelb zeigt die Zitterpappel (Populus tremula) im Herbst. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Der Baum des Jahres 2026 ist weder spektakulär noch selten. Aber er eignet sich hervorragend zur Wiederaufforstung gerodeter Flächen.

Von Isabell Erb

Die Europäische Zitterpappel (lateinisch: Populus tremula) ist auch als Espe oder Aspe bekannt. Ihren Namen verdankt sie dem Phänomen, dass ihre rundlich-herzförmigen Blätter mit ihren langen, dünnen Stielen beim leisesten Windhauch zu flattern beginnen. Und von Menschen, die unter Angst- oder Kälteschauern leiden, sagt man, sie „zitterten wie Espenlaub“. Die Zitterpappel kann jedoch viel mehr, als nur mit den Blättern zittern oder im Herbst goldgelb leuchten. Sie ist ein sogenannter Pionierbaum, der auch auf scheinbar unwirtlichen Kies- oder Rodungsflächen gedeihen kann. Ihre Wurzelform passt sie an die Standortbedingungen an.  Und Licht, auf öden Flächen mehr als genug vorhanden, liebt sie. Ihr Laub spendet Schatten und liefert Humus. So bereitet sie Boden und Mikroklima für andere Baumarten auf. Dutzende Schmetterlingsarten finden bei Zitterpappeln Futter. Die Industrie schätzt ihr weiches Holz für die Herstellung von Papier und Hackschnitzeln oder gar Zahnstochern. Eine Könnerin ist sie und wurde daher von der Dr.-Silvius-Wodarz-Stiftung zum Baum des Jahres 2026 ernannt.

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