Ukraine-Krieg:Auf seine deutschen Weichzeichner konnte Putin sich lange verlassen

Ukraine-Krieg: Über Jahrzehnte bestand die deutsche Russland-Politik aus Beschönigen, Verdrängen und Kumpanei: Wladimir Putin empfängt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 20. August 2021 im Kreml, etwa ein halbes Jahr vor dem Angriff auf die Ukraine.

Über Jahrzehnte bestand die deutsche Russland-Politik aus Beschönigen, Verdrängen und Kumpanei: Wladimir Putin empfängt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 20. August 2021 im Kreml, etwa ein halbes Jahr vor dem Angriff auf die Ukraine.

(Foto: AP/AP)

Dem Scheitern in Afghanistan widmet sich eine Enquetekommission. Das folgenschwere deutsche Versagen in der Russland-Politik harrt einer ebenso gründlichen parlamentarischen Aufklärung. Zwei Jahre nach der Zeitenwende ließe sich viel daraus lernen.

Kommentar von Daniel Brössler

An diesem Dienstag jährt sich zum zweiten Mal, was als Aufprall der bundesdeutschen Politik in der Wirklichkeit in die Geschichte eingehen wird. Drei Tage nach dem russischen Überfall auf die Ukraine tagte der Bundestag zum ersten und bislang letzten Mal an einem Sonntag. Bundeskanzler Olaf Scholz beschrieb die neue Lage als "Zeitenwende". Er sprach davon, dass die Welt "danach" nicht mehr dieselbe sei wie "davor".

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