MeinungGesellschaftDie woke Bewegung ist gescheitert. Daran ist sie auch selbst schuld

Kommentar von Sara Maria Behbehani

Lesezeit: 3 Min.

Das Problem der woken Bewegung ist: Aus Achtsamkeit wurde Empfindlichkeit, aus Bewusstsein wurde Moralismus.
Das Problem der woken Bewegung ist: Aus Achtsamkeit wurde Empfindlichkeit, aus Bewusstsein wurde Moralismus. (Foto: Collage: sted/SZ, Foto: imago)

Mit ihrer belehrenden Art haben die Aktivisten der linken Identitätspolitik einen gewaltigen Backlash bewirkt. Während sie die Mitte der Gesellschaft verloren haben, hat die Rechte ihre erfolgreichsten Wahlkampfthemen für sich entdeckt.

Wer den Begriff „Wokeness“ im Duden sucht, bekommt eine Bedeutung angezeigt, die das Dilemma der Bewegung zusammenfasst: „hohe (gelegentlich engstirnige oder mit militantem Aktivismus verbundene) Sensibilität für insbesondere rassistische, sexistische Diskriminierung, soziale Ungleichheit“. Diese Definition zeigt, wie eine ganze Bewegung, die im Kern etwas Gutes wollte (siehe außerhalb der Klammern), völlig gekippt ist (siehe innerhalb der Klammern). Dasselbe gilt für die politische Ausprägung der Bewegung: die linke Identitätspolitik.

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