Manchmal kann die Restregierung in Berlin einen fast schon gruseln. Olaf Scholz zum Beispiel. Der Kanzler hat am Montag einen Stahlgipfel abgehalten. Die dort versprochenen Lösungen für die darbende Branche – im Wesentlichen: geringere Stromkosten – sind nicht nur schwierig umzusetzen ohne Mehrheit im Parlament. Sie wirken auch nur an der Oberfläche. Am Dienstag dann ein Besuch der Kölner Ford-Werke, mit öffentlicher Rede, versteht sich. Das Signal dieser Shows ist eindeutig: Scholz will jetzt Stahl- und Autokanzler sein, inszeniert sich als Retter der Großindustrie. Und wer erlebt hat, wie sich in den Ampel-Jahren die Konzernchefs immer näher herankungelten an die Regierungsmitglieder, dem kann dabei ganz anders werden.
MeinungWirtschaftspolitikJa, es gibt ein Rezept gegen die Misere – aber bitte ohne Stahl- und Autokanzler

Kommentar von Lisa Nienhaus
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Deutschland schmiert ab gegen die Konkurrenz aus aller Welt. Ausgerechnet dem Land der Ingenieure fehlen neue Produkte und Technologien. Das lässt sich ändern, aber nicht mit Industriegipfeln.
