MeinungNastassja KinskiDieser Moment des späten Zuhörens von Wim Wenders ist schön

Kommentar von Claudia Tieschky

Lesezeit: 1 Min.

Nastassja Kinski in einer Szene des Films „Falsche Bewegung“ von Wim Wenders aus dem Jahr 1975, aus dem nun eine Nacktszene herausgeschnitten wurde.
Nastassja Kinski in einer Szene des Films „Falsche Bewegung“ von Wim Wenders aus dem Jahr 1975, aus dem nun eine Nacktszene herausgeschnitten wurde.
Alamy Stock Photos / TCD/Prod.DB/mauritius images

Der Regisseur hat lange gebraucht, um es einzusehen. Nun aber schneidet er eine Nacktszene mit der damals 13 Jahre alten Schauspielerin aus seinem Film. Hier haben alle gewonnen. Auch er.

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Wim Wenders hat ein einzigartiges Werk geschaffen. Man kann verstehen, dass er es bewahren möchte. Er hat recht, wenn er skeptisch fragt, wann man ein Werk verändern soll, nein: darf. Kunst muss geschützt sein vor Zensur durch Moden, Zeitgeist oder dem politischen Wind, der gerade weht.

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Kino
:Nastassja Kinski und Wim Wenders einigen sich

Er filmte sie als 13-jähriges Kind in einer Nacktszene, über die er lange nicht verhandeln wollte. Nun kündigt der 80-jährige Regisseur an, die strittige Szene in „Falsche Bewegung“ von 1974 herauszuschneiden.

SZ PlusVon Claudia Tieschky

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