Meinung20. Juli 1944Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg galt erst als Verräter, später als Held – was er heute für uns bedeutet

Portrait undefined Robert Probst

Kommentar von Robert Probst

Lesezeit: 3 Min.

Eine deutsche Ikone: Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907 bis 1944), der am 20. Juli 1944 versuchte, Adolf Hitler durch eine Bombe zu töten.
Eine deutsche Ikone: Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907 bis 1944), der am 20. Juli 1944 versuchte, Adolf Hitler durch eine Bombe zu töten. (Foto: dpa)

Statt an der historischen Figur zu zerren, wäre es sinnvoller, die ganze Vielfalt des Widerstands in den Blick zu nehmen – und sich gegen die Vereinnahmung durch Rechtsextreme zu stellen.

Was nicht passt, wird passend gemacht. Unter diesem Motto wurde schon oft die deutsche Vergangenheit von Politikern, Intellektuellen und auch von Historikern je nach Anlass und Motivlage zurechtgezimmert. Ganz besonders gilt das für den 20. Juli, den Tag, an dem vor 80 Jahren das Attentat auf den Diktator und Vernichtungskrieger Adolf Hitler spektakulär misslang. Neugierig werden sich die Blicke auch an diesem Samstag also wieder auf Claus Schenk Graf von Stauffenberg richten. Wie er wohl diesmal gezeichnet wird? Die vielleicht ernüchternde Antwort könnte lauten: Die historische Figur Stauffenberg kann den Wunsch nach Eindeutigkeit nicht erfüllen.

Zur Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: