Bahnstreik:Weselsky ist schuld, die Bahn aber auch

Bahnstreik: "Vollpfosten", "Nieten in Nadelstreifen" - nicht der Mann auf dem Bild, sondern nach Meinung des Mannes auf dem Bild die Chefs bei der Bahn: Claus Weselsky, Chef der GDL.

"Vollpfosten", "Nieten in Nadelstreifen" - nicht der Mann auf dem Bild, sondern nach Meinung des Mannes auf dem Bild die Chefs bei der Bahn: Claus Weselsky, Chef der GDL.

(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Selbstverständlich ist ein Grund für diesen Streik die Streitlust des GDL-Chefs. Aber auch die DB hat ihren Anteil daran: Sie tritt zwar stets verbindlich auf. Aber damit hat es sich dann auch.

Kommentar von Benedikt Peters

Kurz ein Bild, um die Lage bei der Bahn zu verstehen: Da liegt, mitten auf dem Boden, ein riesiger Haufen Scherben. Und daneben stehen zwei, die sich gegenseitig die Schuld geben für das, was kaputtgegangen ist. Kaputt sind die Pläne von etwa fünf Millionen Menschen, die täglich mit der Bahn fahren. Zur Arbeit, zu Verwandten, zu Freunden. Nach dem kürzlichen Wintereinbruch wird daraus jetzt schon wieder nichts, weil die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bis zum späten Freitagabend die Bahn bestreikt. Der Ärger darüber ist bei vielen Menschen groß - und umso wichtiger deshalb die Frage, welcher der beiden Beteiligten für das Chaos verantwortlich ist.

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