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Es gibt Hartweizen und Weichweizen, für Brot, Nudeln, Bulgur, Grieß, Couscous. Und vor allem viel aus der Ukraine.

Von Tina Baier

Weizen ist für Menschen in vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel. Von allen Getreidearten nimmt er weltweit die größte Anbaufläche ein und leistet neben Mais den wichtigsten Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung. Da die Ukraine zu den zehn größten Weizenproduzenten gehört, befürchtet das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen jetzt, dass der Angriffskrieg Russlands die Nahrungsversorgung vor allem in Entwicklungsländern gefährdet. Die Handelswege für Getreide aus der Ukraine müssten unbedingt offen gehalten werden, fordert die UN-Institution. Rein biologisch betrachtet ist Weizen ein Süßgras, von dem es verschiedene Arten gibt. Als Getreide werden vor allem Weichweizen und Hartweizen angebaut. In Deutschland ist es fast ausschließlich Weichweizen, der meist zu Mehl verarbeitet und dann zum Backen, etwa von Brot verwendet wird. Hartweizen eignet sich dagegen für Nudeln, Bulgur, Grieß und Couscous. Der Begriff "Weizen" leitet sich von "weiß" ab, weil die Körner und das Mehl eine helle Farbe haben. In seiner Wildform wurde Weizen wahrscheinlich schon vor 8000 Jahren von Menschen gesammelt und gegessen. Der Weizen, der heute auf den Feldern wächst, hat mit dieser Urform aber nicht mehr viel zu tun, sondern ist eine Kreuzung verschiedener Getreide und Wildgrasarten.

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