USA:Auch Harvey Weinstein hat ein Recht auf Fairness

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Harvey Weinstein, hier beim Verlassen des Gerichtssaals im Februar 2020. (Foto: Frank Franklin Ii/dpa)

Ein Gericht hat das Urteil gegen den früheren Hollywood-Produzenten aufgehoben. Das ist kein Schlag für die "Me Too"-Bewegung, sondern eine Entscheidung, die im Rechtsstaat unabdingbar war.

Kommentar von Lena Kampf

Der früher sehr mächtige Hollywood-Produzent Harvey Weinstein kommt wohl wieder vor Gericht. Das Berufungsgericht des US-Bundesstaats New York hat ein Urteil aufgehoben, das 2020 gegen ihn wegen einer Vergewaltigung und eines sexuellen Übergriffs gefällt wurde. 23 Jahre sollte er dafür in Haft, nun muss der Prozess wieder aufgerollt werden. Viele der fast hundert Frauen, die seit 2017 schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben hatten, zeigen sich entsetzt. Tarana Burke, die den Hashtag #Metoo erfunden hat, sagt, sie sei "am Boden zerstört".

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