Lübcke-Mordprozess:Er grinst, schweigt - und kommt davon

BGH verkündet Urteil im Mordfall Lübcke

Ein Mann wurde wegen des Mordes am Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) verurteilt, ein anderer mutmaßlich Beteiligter bleibt dagegen auf freiem Fuß.

(Foto: dpa)

Der Prozess um den Mord an Walter Lübcke zeigt einmal mehr: Wahrheit und Gerechtigkeit sind vor Gericht nur annäherungsweise zu finden. Denn jedem wurde klar, was für ein Mann da auf der Anklagebank saß.

Kommentar von Annette Ramelsberger

Wer den Mann gesehen hat, wie er der Familie des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke höhnisch ins Gesicht grinste, auch wie er sich weidete an den Verletzungen eines irakischen Opfers, der wünschte sich, dass der Rechtsstaat nicht nur ein gesetzmäßiges Urteil spricht, sondern einmal so etwas Hehres wie Gerechtigkeit anstrebt. Denn jedem wurde klar, was für ein Mann da auf der Anklagebank saß: ein Menschenfeind. Wegen "psychischer Beihilfe zum Mord" seines Freundes Stephan Ernst am CDU-Politiker Walter Lübcke hatte die Bundesanwaltschaft den Rechtsextremisten Markus H. angeklagt.

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